WaldbrÀnde, Spanien

WaldbrÀnde in Spanien: Regierung erinnert an Rechte von Touristen

21.08.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts der Folgen des Klimawandels in der Mittelmeerregion hat die Bundesregierung auf die Verbraucherrechte bei Pauschalreisen hingewiesen.

Gran Canaria aus einem Easyjet-Flugzeug aus gesehen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Vor Reisebeginn können Reisende jederzeit vom Pauschalreisevertrag zurĂŒcktreten", schreibt das Bundeswirtschaftsministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, ĂŒber die die "Rheinische Post" in ihrer Donnerstagausgabe berichtet. "In diesem Fall verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Reisepreises, jedoch kann er grundsĂ€tzlich eine angemessene EntschĂ€digung verlangen. Letzteres gilt jedoch dann nicht, wenn der RĂŒcktritt auf unvermeidbare, außergewöhnliche UmstĂ€nde am Bestimmungsort der Reise oder in dessen unmittelbarer NĂ€he zurĂŒckzufĂŒhren ist, welche die DurchfĂŒhrung der Pauschalreise oder die Beförderung erheblich beeintrĂ€chtigen", so das Ministerium. "Sollte der Reisepreis bereits ganz oder anteilig bezahlt worden sein, ist der Reiseveranstalter zur unverzĂŒglichen RĂŒckerstattung der geleisteten Zahlungen, spĂ€testens binnen 14 Tagen, verpflichtet."

Das Gleiche gelte dann, wenn der Reiseveranstalter vom Pauschalreisevertrag zurĂŒcktrete, weil er aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher UmstĂ€nde an der ErfĂŒllung des Vertrages gehindert sei, heißt es weiter. Zuletzt hatte der Klimawandel in der Mittelmeerregierion zu 40 Grad Hitze, WaldbrĂ€nden, DĂŒrre, Trinkwassermangel und gefĂ€hrlichen Blaualgen gefĂŒhrt. In seiner Antwort verweist das Ministerium auf Informationsmöglichkeiten fĂŒr Reisende etwa beim Robert-Koch-Institut oder die Reisewarnungen des AuswĂ€rtigen Amtes. Ob in der neuen Tourismusstrategie, die gerade erarbeitet werde, besondere Empfehlungen fĂŒr Reisende angesichts des Klimawandels stehen werden, ließ das Ministerium offen. Es verwies darauf, dass die nationale Klimaanpassungsstrategie auch auf den Tourismus anwendbar sei. "Die Bundesregierung lĂ€sst Reisende und die Tourismusbranche angesichts der Folgen des Klimawandels einmal mehr im Stich. Die Antworten auf die Kleine Anfrage machen deutlich, dass die Probleme mehr oder weniger ignoriert werden", kritisierte GrĂŒnen-Politiker Stefan Schmidt. Dies gelte fĂŒr die zunehmenden wirtschaftlichen Risiken der Reisebranche und wachsende Gesundheitsrisiken fĂŒr Reisende.

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