Hitzetote: Greenpeace will bessere Finanzierung von Hitzeschutz
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 15:01 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deVargas forderte den Bund auf, den Kommunen mehr Geld zur VerfĂŒgung zu stellen. "Eine Steuer auf besonders groĂe Vermögen wĂ€re verursachergerecht: Sie wĂŒrde jene stĂ€rker beteiligen, die besonders viel zur Klimakrise beitragen - und Kommunen bei dringend notwendigen Investitionen in den Hitzeschutz entlasten", erklĂ€rte der Greenpeace-Experte.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es allein in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni, als Temperaturen von bis zu 41,7 Grad gemessen wurden, 4.310 hitzebedingte TodesfÀlle in Deutschland. Bis Ende Juni sind nach den Modellrechnungen des RKI in diesem Jahr rund 5.100 Menschen gestorben.
Hitzewellen verursachen in Europa mehr TodesfĂ€lle als alle anderen Naturkatastrophen zusammen. Sie werden durch die menschengemachte ErderwĂ€rmung stĂ€rker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstĂ€rkt, solange zusĂ€tzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Ăl und Gas in die AtmosphĂ€re gebracht werden.
Laut einer Analyse der wissenschaftlichen Initiative World Weather Attribution (WWA) wĂ€ren die Temperaturen der Hitzewelle Ende Juni 2026 noch im Jahr 1976 "praktisch unmöglich" und auch zu jeder anderen Jahreszeit höchst unwahrscheinlich gewesen. Im Jahr 2003, als die erste groĂe Hitzewelle dieses Jahrhunderts auftrat, wĂ€ren solche Tageshöchsttemperaturen noch sehr selten gewesen. Nachttemperaturen wie in diesem Juni wĂ€ren 2003 mehr als hundertmal unwahrscheinlicher gewesen.
