Hasspostings, Dobrindt

Hasspostings: Dobrindt will stÀrkere Kontrolle von Platformen

25.06.2025 - 12:21:05 | dts-nachrichtenagentur.de

AnlÀsslich des Aktionstags der Strafverfolgungsbehörden gegen HasskriminalitÀt im Internet hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine stÀrkere Kontrolle von digitalen Plattformen gefordert.

Alexander Dobrindt am 25.06.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ziel auch dieses Aktionstags ist, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und dafĂŒr zu werben, dass auch entsprechende Erkenntnisse gegenĂŒber der Polizei gemeldet werden, damit wir verstĂ€rkt auch dagegen vorgehen können", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag. "Es wird auf Dauer nicht reichen, nur gegen das, was wir an Erkenntnis haben, vorzugeben, sondern wir brauchen vor allem auch Entscheidungen. Das muss auf europĂ€ischer Ebene geschehen, dort auch eine stĂ€rkere Kontrolle im Bereich der Netze zu ermöglichen." Dobrindt sieht die Plattformbetreiber in der Plicht.

"Das, was zurzeit stattfindet, dass die Behörden sehr stark engagiert sind, dass es zu Löschungen von Hasspostings kommen, das muss mehr im Bereich der Plattformbetreiber geschehen und dazu braucht es aber ein gemeinsames europĂ€ischen Vorgehen, um das zu ermöglichen." Deutsche Strafverfolgungsbehörden fĂŒhrten am Mittwoch bundesweit ĂŒber 180 polizeiliche Maßnahmen gegen strafbare Hasspostings durch. Dabei wurden mehr als 140 Ermittlungsverfahren koordiniert, was unter anderem die Umsetzung von ĂŒber 65 DurchsuchungsbeschlĂŒssen und die Vernehmung zahlreicher Beschuldigter umfasste, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Die Ermittlungen decken verschiedene Bereiche der politisch motivierten KriminalitĂ€t ab, wobei etwa zwei Drittel der Hasspostings dem Bereich "Politisch motivierte KriminalitĂ€t - rechts" zugeordnet werden. Zu den hĂ€ufigsten Straftaten zĂ€hlen Volksverhetzung, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Beleidigungen.

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