Iran, BAY

Herrmann fĂŒrchtet mögliche AnschlĂ€ge durch iranischen Geheimdienst

08.05.2026 - 16:26:32 | dts-nachrichtenagentur.de

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat vor möglichen AnschlĂ€gen durch regimetreue iranische TĂ€ter in Deutschland gewarnt."Wir mĂŒssen davon ausgehen, dass zum Beispiel der iranische Geheimdienst - in welcher Form auch immer - eine ganze Reihe von Leuten beschĂ€ftigt, die in Deutschland aufhĂ€ltig sind und die auch im Prinzip in der Lage sind, hier Straftaten zu begehen, schwere Straftaten zu begehen, möglicherweise AnschlĂ€ge zu begehen", sagte Herrmann dem TV-Sender "Welt" am Freitag.

Joachim Herrmann (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Joachim Herrmann (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die könnten sich richten "nach Leuten iranischer Abstammung, die hier als Gegner des Teheraner Systems bekannt sind, die können sich aber auch gegen jĂŒdische Einrichtungen beispielsweise richten".

Er erinnerte an einen Anschlag auf das israelische Restaurant Eclipse in MĂŒnchen im April. Da gebe es den konkreten Verdacht auf "iranischstĂ€mmige TĂ€ter", sagte der CSU-Politiker. "Und es sind auf jeden Fall noch weitere Risiken bekannt. Wir haben im Moment nach meiner Kenntnis keine konkreten Hinweise auf geplante AnschlĂ€ge, aber das Risiko ist auf jeden Fall da."

Herrmann Ă€ußerte sich vor dem Hintergrund eines Berichts der New York Times, wonach es Streit zwischen deutschen Geheimdiensten und der Bundesregierung ĂŒber die EinschĂ€tzung der GefĂ€hrdungslage gibt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hĂ€tten Bedrohungen zwar öffentlich angesprochen, deren Schwere aber eher als hypothetisch dargestellt, heißt es in diesem Bericht.

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