Bohne, Kaffee

Bohne ist nicht gleich Bohne

Veröffentlicht: 06.02.2014 um 09:28 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Geröstet und verpackt sehen Kaffeebohnen fast alle gleich aus. Erst am Geschmack des zubereiteten GetrĂ€nks erkennen Kaffeetrinker mehr oder weniger deutliche Unterschiede: Mal schmeckt der Kaffee eher ausgewogen und mild, mal eher voll und krĂ€ftig. DafĂŒr sind, neben den verschiedenen Röstverfahren, die unterschiedlichen QualitĂ€ten von Kaffeebohnen verantwortlich.

  • Die Bohne entscheidet ĂŒber den Geschmack - Bild: lavazza.com
    Die Bohne entscheidet ĂŒber den Geschmack - Bild: lavazza.com
  • Bereits die Erntemethode kann einen Unterschied ausmachen - Bild: lavazza.com
    Bereits die Erntemethode kann einen Unterschied ausmachen - Bild: lavazza.com
Die Bohne entscheidet ĂŒber den Geschmack - Bild: lavazza.com Bereits die Erntemethode kann einen Unterschied ausmachen - Bild: lavazza.com

Arabica und Robusta

 

Die Kaffeebohne ist der Samen der Kaffeepflanze. Weltweit gibt es über hundert Sorten dieser Pflanze, wirtschaftlich genutzt werden jedoch nur wenige. Sie wächst als Baum oder Strauch in tropischen Regionen Afrikas, Mittel- und Südamerikas und Asiens. Für die Kaffeeproduktion sind nur zwei Sorten der Kaffeepflanze wirklich relevant. Allein die beiden Sorten Arabica (Coffea Arabica) und Robusta (Coffea Canephora) haben einen Weltmarktanteil von über 95 Prozent.

Die Arabica stellt hohe Anforderungen an Klima, Boden und Pflege und gedeiht fast ausschließlich in Hochlagen von über 1.000 Meter. Die Arabica-Bohnen haben ein elegantes und ausgewogenes Aroma. Dabei gilt: Je höher die Kaffeeplantage liegt, desto runder ist der Geschmack. Denn in der Höhe reifen die Früchte der Kaffeepflanze, die Kaffeekirschen, langsamer und trockener. Das macht die Produktion auch aufwändiger und damit teurer.


Die Robusta dagegen ist eine Tieflandpflanze. Sie wird überwiegend im Flachland angebaut, reift schneller und ist widerstandsfähiger gegen Kälte und Feuchtigkeit. Bohnen dieser Art schmecken eher satt und erdig. Röstkaffee aus reinen Robusta-Bohnen ist selten, üblich sind Mischungen aus Robusta und Arabica, wobei der Arabica-Anteil überwiegt. In Deutschland besonders gefragt sind reine Arabica-Kaffees. Wobei es sich auch in diesen Fällen häufig um Mischungen handelt, denn von der Arabica gibt es ebenso wie von der Robusta mehrere Sorten.

 

Bereits die Erntemethode kann einen Unterschied ausmachen
Bereits die Erntemethode kann einen Unterschied ausmachen
Quelle: lavazza.com

 

Qualität beginnt am Baum


Für einen Qualitätsunterschied der Bohnen sorgen auch die unterschiedlichen Erntemethoden. Die Kaffeekirschen werden nicht gleichzeitig reif. Wer nur die roten reifen Früchte ernten will, muss sie per Hand vom Strauch zupfen. Das ist teuer – eine effizientere Methode ist das sogenannte Strippen. Dabei werden alle Früchte, ob reif oder nicht, vom Ast abgeerntet.


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