Faeser, AlleingÀngen

Faeser warnt vor nationalen AlleingÀngen in der Asylpolitik

11.03.2025 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich in den Asyl-Streit der kĂŒnftigen KoalitionĂ€re von Union und SPD eingeschaltet und eindringlich davor gewarnt, Asylbewerber gegen den Widerstand der europĂ€ischen NachbarlĂ€nder an den Grenzen zurĂŒckzuweisen.

Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die Sozialdemokratin sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben), es gelte, das europĂ€ische Recht zu beachten und in Abstimmung mit den Nachbarstaaten zu handeln. "Das ist entscheidend, damit diese ZurĂŒckweisungen nicht binnen kurzer Zeit von Gerichten gestoppt werden und damit sie auch praktisch funktionieren. Denn wenn unsere Nachbarstaaten Personen nicht zurĂŒcknehmen, scheitern die ZurĂŒckweisungen." Faeser reagierte damit auf Einlassungen des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Jens Spahn.

Dieser hatte zuvor gesagt, dass Deutschland notfalls auch im Alleingang Asylbewerber an den Grenzen zurĂŒckweisen werde. Die von den Sondierern aus Union und SPD vereinbarte Formulierung, dass ZurĂŒckweisungen "in Abstimmung" mit den NachbarlĂ€ndern vollzogen werden sollen, bedeute nicht, dass man die Zustimmung der Staaten einholen mĂŒsse. SPD-Chefin Saskia Esken wies diese Auffassung im Namen der Sozialdemokraten brĂŒsk zurĂŒck. Innenministerin Faeser erinnerte nun daran, dass die deutsche Bundespolizei bereits jetzt eng mit den Grenzpolizeien der Nachbarstaaten zusammenarbeite. Sie verhindere damit erfolgreich unerlaubte Einreisen, stoppe Schleuser und nehme Kriminelle an den Grenzen fest. "Nationale AlleingĂ€nge wĂŒrden genau das aufs Spiel setzen. Daher ist die jetzt getroffene Einigung auf Maßnahmen, die in Abstimmung mit unseren Nachbarstaaten erfolgen, so wichtig."

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