Gesundheit

HausÀrzte fordern tiefgehende Strukturreformen in Kliniken

14.10.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekĂŒndigte Sparprogramm fĂŒr KrankenhĂ€user geht nach Ansicht der Bundesvorsitzenden des HausĂ€rztinnen- und HausĂ€rzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, nicht weit genug.

Krankenhaus (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Krankenhaus (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Zwar sei zu begrĂŒĂŸen, "dass kurzfristig beitragssatzstabilisierende Maßnahmen initiiert wurden", sagte Buhlinger-Göpfarth der "Rheinischen Post" (Dienstag). Zugleich ergĂ€nzte sie aber: "FrĂŒher oder spĂ€ter mĂŒssen die großen Kostentreiber im System auf den PrĂŒfstand, und das sind nun mal die Bereiche KrankenhĂ€user und Arzneimittel." In den Praxen der niedergelassenen Ärzte werden Buhlinger-Göpfarth zufolge mit 16 Prozent der Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen 97 Prozent aller BehandlungsfĂ€lle versorgt. "Auf die drei Prozent, die in den KrankenhĂ€usern behandelt werden, fallen dagegen mehr als doppelt so hohe Ausgaben", kritisierte Buhlinger-Göpfarth.

"GrundsĂ€tzlich ist ausreichend Geld im System, es wird nur schlecht verteilt und zu hĂ€ufig ineffizient eingesetzt." Vor diesem Hintergrund seien Warkens PlĂ€ne "nur ein kurzfristiges Notprogramm". Buhlinger-Göpfarth warnte deshalb: "Wenn sich darĂŒber hinaus nichts Ă€ndert, dann stehen wir in einem Jahr wieder vor dem gleichen Problem. Das hat die Ministerin ja auch richtigerweise immer wieder betont. Langfristige StabilitĂ€t wird es nur mit echten Strukturreformen geben - und die dĂŒrfen nicht lĂ€nger aufgeschoben werden."

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