BER, Energie

Experten warnen vor FrostschÀden nach Berliner Stromausfall

Veröffentlicht am: 06.01.2026 um 20:34 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundesverband SachverstĂ€ndiger (BVS) warnt angesichts des großflĂ€chigen Stromausfalls im SĂŒdwesten Berlins vor massiven Frost- und WasserrohrbruchschĂ€den in leerstehenden Wohnungen und HĂ€usern."Wenn GebĂ€ude auskĂŒhlen und die Temperatur in Leitungsbereichen in Richtung Gefrierpunkt fĂ€llt, kann Wasser in Trinkwasserleitungen gefrieren, sich ausdehnen und Leitungen sowie Armaturen sprengen - hĂ€ufig mit erheblichen FolgeschĂ€den an Bausubstanz und Einrichtung", sagte der BVS-Bundesfachbereichsleiter Ralf Masuch der dts Nachrichtenagentur."Wichtig ist: Leitungen können auch in unbewohnten, nicht genutzten Wohnungen platzen, wenn sie auskĂŒhlen.

Absperrhahn und Wasseruhr in einem Altbaukeller (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Absperrhahn und Wasseruhr in einem Altbaukeller (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das ist kein theoretisches Risiko, sondern in solchen Lagen ein klassischer Schadenverlauf - und er wird oft erst bemerkt, wenn es zu spÀt ist."

Nach dem Stromausfall sind viele Haushalte temporĂ€r nicht bewohnbar, Betroffene sind teilweise in Hotels, NotunterkĂŒnften oder bei Angehörigen untergebracht worden, viele Wohnungen stehen leer. "In dieser Konstellation steigt das Risiko fĂŒr FrostschĂ€den in Trinkwasserinstallationen erheblich."

Die SachverstĂ€ndigen empfehlen regelmĂ€ĂŸige KontrollgĂ€nge. Wenn eine ausreichende Beheizung nicht sicher möglich sei, mĂŒsse die Trinkwasseranlage frostfrei gestellt werden. "Das bedeutet in der Praxis: Wasser an der Hauptabsperrung abstellen und Leitungen entleeren, soweit möglich." Die SachverstĂ€ndigen warnen davor, Leitungen mit offener Flamme oder ungeeigneten HeizgerĂ€ten "aufzutauen". "Brandgefahr und FolgeschĂ€den sind real", sagte Masuch. Nach lĂ€ngerer Abwesenheit oder nach Entleerung mĂŒssten Absperrorgane langsam geöffnet und auf Dichtheit kontrolliert werden.

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