Straßenverkehr

Fast jeder fĂŒnfte Bus fĂ€llt durch Hauptuntersuchung

21.05.2026 - 12:11:23 | dts-nachrichtenagentur.de

Der sicherheitstechnische Zustand von Reise- und Linienbussen in Deutschland hat sich zuletzt deutlich verschlechtert.Wie der TÜV-Verband am Donnerstag mitteilte, ist in den Jahren 2024 und 2025 fast jeder fĂŒnfte geprĂŒfte Bus (19,2 Prozent) mit "erheblichen" oder "gefĂ€hrlichen" MĂ€ngeln bei der Hauptuntersuchung durchgefallen.

Leerer Bus-Parkplatz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Leerer Bus-Parkplatz (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dies stellt einen Anstieg der MĂ€ngelquote um 5,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Bus-Report 2024 dar. Weitere 11,0 Prozent sind mit "geringen MĂ€ngeln" beanstandet worden (+0,5 Punkte). Besonders jĂŒngere Fahrzeuge schneiden schlechter ab, da bereits ein Jahr nach der Neuzulassung jeder zehnte Bus beanstandet wird.

Die MĂ€ngelquoten steigen mit dem Alter der Fahrzeuge an. Bei fĂŒnf Jahre alten Bussen wurden 21 Prozent mit erheblichen oder gefĂ€hrlichen MĂ€ngeln beanstandet, bei 15 Jahre alten Fahrzeugen waren es 24,1 Prozent. Das Durchschnittsalter der Busse liegt bei 8,3 Jahren. Der Bestand an Bussen in Deutschland erreichte zum 1. Januar 2026 mit rund 87.500 Fahrzeugen einen historischen Höchststand. Der Nahverkehr mit Bussen hat im Jahr 2025 erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht, wĂ€hrend der Fernverkehr weiterhin darunter liegt.

Technische MĂ€ngel wie Ölverlust, BeleuchtungsmĂ€ngel und defekte Bremsen sind hĂ€ufige Probleme, die bei UnfĂ€llen eine Rolle spielen können. Richard Goebelt vom TÜV-Verband hob die Notwendigkeit hervor, dass Busunternehmen verstĂ€rkt in die Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge investieren. Moderne Busse erforderten zudem angepasste PrĂŒfverfahren, um sicherheitsrelevante Fehlfunktionen und Manipulationen zuverlĂ€ssig zu erkennen.

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