Aufnahmeprogramm: Jeder achte Afghane hatte Sicherheitsinterview
25.04.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Dabei werden die Afghanen seit Mitte Juni 2023 in EinzelgesprĂ€chen durch Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA), der Bundespolizei, des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) und des Bundesamts fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge gemeinsam befragt und intensiv ĂŒberprĂŒft. EingefĂŒhrt wurden diese Kontrollen aufgrund des bis dahin herrschenden Chaos bei der Bewerbung fĂŒr die deutschen Aufnahmeprogramme fĂŒr Afghanen. Die Bundespolizei hatte kritisiert, dass sie zwischen Oktober 2021 und MĂ€rz 2023 nach eigener Auskunft "unter herausfordernden Bedingungen" bereits mehr als 25.000 AufnahmeantrĂ€ge (inklusive der eingereichten Urkunden und PĂ€sse) ĂŒberprĂŒft hatte und dabei immer mehr "DokumentenfĂ€lschungen, IdentitĂ€tsmissbrĂ€uche und Schleusungen aufdecken und verhindern" konnte. Wegen dieser massiven SicherheitsmĂ€ngel, die von der Deutschen Botschaft an das AuswĂ€rtige Amt berichtet wurden, wurden die verschiedenen deutschen Aufnahmeprogramme fĂŒr Afghanen zwischen MĂ€rz und Juni 2023 zunĂ€chst komplett ausgesetzt. Erst danach wurden auf DrĂ€ngen und Betreiben der Bundespolizei die umfangreichen Sicherheitsinterviews fĂŒr Afghanen zur Pflicht. Zwischen Mitte Juni 2023 und Mitte MĂ€rz 2025 wurden dabei gut 4.800 Afghanen in intensiven Befragungen ĂŒberprĂŒft. Mehr als 31.000 konnten zuvor aber ohne Sicherheitsinterview nach Deutschland kommen.
