Zahl, Abtreibungen

Zahl der Abtreibungen 2024 kaum verÀndert

03.04.2025 - 11:13:39 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland stagniert.

Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, wurden im Jahr 2024 106.000 Abtreibungen gemeldet. Damit hat sich die Zahl der Abtreibungen gegenĂŒber dem Vorjahr mit +0,2 Prozent kaum verĂ€ndert.

Sie lag damit weiterhin ĂŒber dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020, als die Zahl der gemeldeten FĂ€lle stets zwischen rund 99.000 und 101.000 gelegen hatte. Sieben von zehn Frauen (69 Prozent), die im Jahr 2024 einen Schwangerschaftsabbruch durchfĂŒhren ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt und 20 Prozent waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren. Neun Prozent der Frauen waren 40 Jahre und Ă€lter, drei Prozent waren jĂŒnger als 18 Jahre. 43 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht. 96 Prozent der im Jahr 2024 gemeldeten Abtreibungen wurden nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Indikationen aus medizinischen GrĂŒnden oder aufgrund von Sexualdelikten waren in vier Prozent der FĂ€lle die BegrĂŒndung fĂŒr den Abbruch. Die meisten SchwangerschaftsabbrĂŒche (46 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgefĂŒhrt, bei 41 Prozent wurde das Mittel Mifegyne verwendet. Die Eingriffe erfolgten ĂŒberwiegend ambulant, davon rund 85 Prozent in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren und 13 Prozent ambulant im Krankenhaus. Die meisten AbbrĂŒche (79 Prozent) erfolgten innerhalb der ersten acht Schwangerschaftswochen, nur drei Prozent wurden nach der zwölften Schwangerschaftswoche oder spĂ€ter vorgenommen. Im Vergleich zum Jahr 2014 (99 700 FĂ€lle) lag die Zahl der SchwangerschaftsabbrĂŒche im Jahr 2024 um 6,8 Prozent beziehungsweise 6.700 FĂ€lle höher. Bei den Altersgruppen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung: Stark zurĂŒck ging die Zahl in den Altersgruppen 15 bis 17 Jahre (-13,8 Prozent oder -400 FĂ€lle) und 20 bis 24 Jahre (-8,3 Prozent oder -1.800 FĂ€lle). Dagegen stiegen die AbbrĂŒche in den Altersgruppen 30 bis 34 Jahre (+12,8 Prozent oder +2.800 FĂ€lle), 35 bis 39 Jahre (+31,2 Prozent oder +4.900 FĂ€lle) und 40 bis 44 Jahre (+23,2 Prozent oder +1.600 FĂ€lle) deutlich. Teilweise ist diese Entwicklung darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass zeitgleich die Zahl der 15- bis 17-jĂ€hrigen Frauen um 4,6 Prozent und die der Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren um 3,9 Prozent gesunken ist. DemgegenĂŒber nahm die Zahl der 30- bis 34-jĂ€hrigen Frauen um 6,9 Prozent und die der Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahren um 16,9 Prozent zu. Die Zahl der SchwangerschaftsabbrĂŒche je 10.000 Frauen ging bei den 15- bis 17-jĂ€hrigen Frauen von 27 auf 24 zurĂŒck und bei den 20- bis 24-JĂ€hrigen von 96 auf 92. Bei den 30- bis 34-jĂ€hrigen Frauen stieg diese Quote von 85 auf 91 und bei den 35- bis 39-JĂ€hrigen von 67 auf 75.

de | news | 66981951 |