Zahl der AsylantrÀge auf Rekordtief
19.04.2026 - 04:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDas berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der EuropÀischen Union (EUAA). Die Zahlen werden in einem als "vertraulich" gekennzeichneten Bericht der EU-Kommission vom 1. April 2026 zur Lage der Migration in der EU und in Drittstaaten genannt (`Integration Situation Awareness and Analysis`, Report No. 520).
Die meisten Schutzgesuche wurden laut Statistik in Frankreich gestellt (34.643), gefolgt von Spanien (32.630) und Italien (32.602). Schlusslichter sind Ungarn (26) und die Slowakei (35).
Laut EU-Bericht wurden im ersten Quartal in den 27 Mitgliedstaaten sowie Norwegen und der Schweiz (EU+) insgesamt 173.082 AsylantrĂ€ge gestellt - ein Minus von 18 Prozent gegenĂŒber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die meisten Antragssteller kamen aus Venezuela (21.542), Afghanistan (21.402) und Bangladesch (9.738).
Syrien belegt mit Blick auf die Herkunftsstaaten der Antragsteller anders als in den vergangenen Jahren nach der TĂŒrkei nur noch den fĂŒnften Platz. Die Zahl der SchutzantrĂ€ge von Syrern in der EU plus der Schweiz und Norwegen ging bis Ende MĂ€rz um 63 Prozent auf 5.556 zurĂŒck. Auch aus der Ukraine kamen nur noch wenige AntrĂ€ge: Die Zahl liegt bei 4.073, ein Minus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Experten nannten den RĂŒckgang von AsylantrĂ€gen aus Syrien und der Ukraine als einen wesentlichen Grund fĂŒr den Einbruch der SchutzantrĂ€ge in Deutschland. Syrer und Ukrainer hatten in der Vergangenheit hĂ€ufig Deutschland als Zielland gewĂ€hlt. In diesem Jahr gingen jedoch hierzulande nur noch neun Prozent der SchutzantrĂ€ge von Syrern aus, die meisten AntrĂ€ge (38 Prozent) wurden dagegen von afghanischen StaatsbĂŒrgern gestellt. Derzeit leben in Deutschland rund 940.000 syrische Staatsangehörige.
