Jede dritte Lehrkraft ist ĂŒber 50
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 08:16 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deHinsichtlich der Altersstruktur bestehen groĂe Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern: In Sachsen-Anhalt war gut die HĂ€lfte (50,7 Prozent) der LehrkrĂ€fte 50 Jahre oder Ă€lter, in Mecklenburg-Vorpommern 46,8 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe im Saarland (28,6 Prozent) und in Bremen (30,0 Prozent).
Im Schuljahr 2024/2025 waren deutschlandweit 752.100 LehrkrĂ€fte an allgemeinbildenden Schulen tĂ€tig, davon 43,9 Prozent in Teilzeit. Damit war die Teilzeitquote bei LehrkrĂ€ften etwas höher als im vorherigen Schuljahr (43,1 Prozent) und auf einem neuen Höchststand. Besonders Frauen reduzieren hĂ€ufig ihre Arbeitszeit: Im Schuljahr 2024/2025 war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (51,4 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (23,3 Prozent). Im Vergleich zu anderen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten ist die Teilzeitquote an allgemeinbildenden Schulen ĂŒberdurchschnittlich hoch: Ăber alle Wirtschaftsbereiche hinweg arbeiteten 31,3 Prozent der abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten in Teilzeit.
Auch der Frauenanteil bei LehrkrĂ€ften an allgemeinbildenden Schulen ist ĂŒberdurchschnittlich hoch. WĂ€hrend Frauen im Schuljahr 2024/2025 fast drei Viertel (73,2 Prozent) des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen ausmachten, stellten sie knapp die HĂ€lfte (48,2 Prozent) der abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2024.
Im Hinblick auf den Anteil der TeilzeitkrĂ€fte unter den Lehrern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern. WĂ€hrend in Hamburg (55,4 Prozent) und Bremen (51,9 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als die HĂ€lfte des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit arbeitete, traf dies nur auf knapp jede vierte Lehrkraft in ThĂŒringen (23,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (23,8 Prozent) zu.
Aufgrund des LehrkrĂ€ftemangels unterrichten an den Schulen immer mehr sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger, also LehrkrĂ€fte ohne anerkannte LehramtsprĂŒfung. Im Schuljahr 2024/2025 traf das auf 11,2 Prozent der LehrkrĂ€fte an allgemeinbildenden Schulen zu: 84.100 der insgesamt 752 100 LehrkrĂ€fte dort hatten keine anerkannte LehramtsprĂŒfung, so die Statistiker. Im Schuljahr 2014/2015 lag der Anteil mit 4,3 Prozent noch deutlich niedriger. Damals unterrichteten 28.500 der insgesamt 664.200 LehrkrĂ€fte an allgemeinbildenden Schulen ohne anerkannte LehramtsprĂŒfung.
Noch höher als an allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil mit Quer- oder Seiteneinstieg an beruflichen Schulen: Im Schuljahr 2024/2025 hatten 20 800 der insgesamt 124.100 LehrkrĂ€fte an beruflichen Schulen keine anerkannte LehramtsprĂŒfung (16,7 Prozent). GegenĂŒber dem Schuljahr 2014/2015 hat sich der Anteil kaum verĂ€ndert: Damals unterrichteten 20.200 von 122.100 LehrkrĂ€ften ohne anerkannte LehramtsprĂŒfung (16,6 Prozent).
