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Studie: Islamfeindlichkeit basiert auf Fremdenhass statt Religion

21.11.2025 - 09:23:01 | dts-nachrichtenagentur.de

Eine neue Studie der Johannes Gutenberg-UniversitÀt Mainz zeigt, dass Islamfeindlichkeit in Westeuropa weniger mit religiösem Glauben als mit fremdenfeindlichen und autoritÀren Einstellungen zusammenhÀngt.

Muslimischer Taxifahrer auf dem Gebetsteppich (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das teilte die Uni am Freitag mit. Der Politikwissenschaftler Kai Arzheimer hatte Daten von knapp 75.000 Personen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden analysiert. Die Untersuchung ergab, dass persönliche christliche ReligiositĂ€t praktisch keinen Einfluss auf islamfeindliche Einstellungen hat. Stattdessen seien nativistische und autoritĂ€re Einstellungen die entscheidenden Faktoren fĂŒr anti-muslimische Vorurteile.

Die Studie konzentrierte sich auf BĂŒrger der vier LĂ€nder und berĂŒcksichtigte dabei sowohl christlich GlĂ€ubige als auch konfessionslose Personen. Laut Arzheimer nutzen rechtspopulistische Parteien das Christentum oft strategisch als kulturelles Abgrenzungsmerkmal, obwohl echter christlicher Glaube nicht mit Islamfeindlichkeit verbunden ist. Dieser Ansatz unterscheide sich von den USA, wo rechtsextreme Bewegungen teilweise tatsĂ€chlich auf religiöse Strömungen zurĂŒckgreifen.

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