CDU will ZugestÀndnisse bei Besetzung von Rentenkommission
18.11.2025 - 19:41:47 | dts-nachrichtenagentur.de"Das kann dann die Grundlage fĂŒr weitere GesprĂ€che zur Rentenfrage in der Koalition sein." Bislang war geplant, die Rentenkommission nicht "politisch aufzusetzen", also nicht mit Abgeordneten, Ministern oder FunktionĂ€ren zu besetzen, sondern mit Fachleuten auĂerhalb der Politik. Der baden-wĂŒrttembergische Landesvorsitzende der CDU, Manuel Hagel, Ă€uĂerte sich Ă€hnlich. "Es steht auĂer Frage: Wir mĂŒssen unsere Altersvorsorgesysteme zukunftsfest machen", sagte Hagel dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Mein Vorschlag: Die Rentenkommission sollte einen klar umrissenen politischen Arbeitsauftrag erhalten, der danach von der Koalition auch umgesetzt wird." Es gehe darum, die Leistung der Ălteren wertzuschĂ€tzen und gleichzeitig ein faires und verantwortungsvolles Rentensystem fĂŒr die Zukunft zu schaffen. "Genau das baut BrĂŒcken und ist der Ausgleich zwischen Ălteren und JĂŒngeren", erlĂ€uterte der CDU-Spitzenkandidat fĂŒr die Landtagswahl in Baden-WĂŒrttemberg im kommenden Jahr. "Wir haben jetzt die Chance auf einen Agenda-Moment fĂŒr einen neuen, nationalen Generationenvertrag." Der Juso-Bundesvorsitzende Philipp TĂŒrmer kritisierte den unioninternen Widerstand gegen das Rentenpaket der Bundesregierung. "Der stĂ€ndige Abgesang auf die gesetzliche Rente und diese unsĂ€glichen KĂŒrzungsdebatten gehen mir gehörig auf die Nerven", sagte Juso-Chef Philipp TĂŒrmer dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). "Eine schwache gesetzliche Rente können sich ohnehin nur die leisten, die ein paar Millionen auf dem Konto liegen haben." Anders als die Vertreter der Jungen Union hĂ€lt er die PlĂ€ne zudem nicht fĂŒr generationenfeindlich. "Bei der Rente gibt es keinen Konflikt zwischen Alt und Jung, sondern zwischen Arm und Reich", sagte TĂŒrmer. Auch er sieht Reformbedarf bei der gesetzlichen Rente. StĂ€rken will er sie jedoch ĂŒber die Ausweitung der Beitragszahler und mehr Umverteilung innerhalb des Systems. "So bekommen wir auch die Herausforderungen, die ab Anfang der 2030er-Jahre entstehen, abgefedert."
