Gesellschaft, Familien

CDU will ZugestÀndnisse bei Besetzung von Rentenkommission

18.11.2025 - 19:41:47 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Streit ĂŒber die geplante Rentenreform fordert die Union nun ZugestĂ€ndnisse bei der Rentenkommission.

Seniorin (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Andreas Jung, stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei, und Manuel Hagel, CDU-Landesvorsitzender in Baden-WĂŒrttemberg, schlagen vor, dass der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf weitgehend bleiben soll, wie er ist, und die jungen CDU-Abgeordneten die Möglichkeit bekommen sollen, die darĂŒber hinaus angestrebte große Rentenreform unmittelbar mitzugestalten. "Es gilt jetzt, nach vorn zu schauen und BrĂŒcken zu bauen", sagte Jung der "Welt" (Mittwochausgabe). "Ein Baustein sollte dabei jedenfalls eine politisch besetzte Rentenkommission sein - mit Vertretern der Jungen Gruppe am Tisch und mit einem klaren Mandat: eine glaubwĂŒrdige Reform fĂŒr Nachhaltigkeit in der Rentenfinanzierung in der Zeit nach 2031", erklĂ€rte der stellvertretende CDU-Vorsitzende.

"Das kann dann die Grundlage fĂŒr weitere GesprĂ€che zur Rentenfrage in der Koalition sein." Bislang war geplant, die Rentenkommission nicht "politisch aufzusetzen", also nicht mit Abgeordneten, Ministern oder FunktionĂ€ren zu besetzen, sondern mit Fachleuten außerhalb der Politik. Der baden-wĂŒrttembergische Landesvorsitzende der CDU, Manuel Hagel, Ă€ußerte sich Ă€hnlich. "Es steht außer Frage: Wir mĂŒssen unsere Altersvorsorgesysteme zukunftsfest machen", sagte Hagel dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Mein Vorschlag: Die Rentenkommission sollte einen klar umrissenen politischen Arbeitsauftrag erhalten, der danach von der Koalition auch umgesetzt wird." Es gehe darum, die Leistung der Älteren wertzuschĂ€tzen und gleichzeitig ein faires und verantwortungsvolles Rentensystem fĂŒr die Zukunft zu schaffen. "Genau das baut BrĂŒcken und ist der Ausgleich zwischen Älteren und JĂŒngeren", erlĂ€uterte der CDU-Spitzenkandidat fĂŒr die Landtagswahl in Baden-WĂŒrttemberg im kommenden Jahr. "Wir haben jetzt die Chance auf einen Agenda-Moment fĂŒr einen neuen, nationalen Generationenvertrag." Der Juso-Bundesvorsitzende Philipp TĂŒrmer kritisierte den unioninternen Widerstand gegen das Rentenpaket der Bundesregierung. "Der stĂ€ndige Abgesang auf die gesetzliche Rente und diese unsĂ€glichen KĂŒrzungsdebatten gehen mir gehörig auf die Nerven", sagte Juso-Chef Philipp TĂŒrmer dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). "Eine schwache gesetzliche Rente können sich ohnehin nur die leisten, die ein paar Millionen auf dem Konto liegen haben." Anders als die Vertreter der Jungen Union hĂ€lt er die PlĂ€ne zudem nicht fĂŒr generationenfeindlich. "Bei der Rente gibt es keinen Konflikt zwischen Alt und Jung, sondern zwischen Arm und Reich", sagte TĂŒrmer. Auch er sieht Reformbedarf bei der gesetzlichen Rente. StĂ€rken will er sie jedoch ĂŒber die Ausweitung der Beitragszahler und mehr Umverteilung innerhalb des Systems. "So bekommen wir auch die Herausforderungen, die ab Anfang der 2030er-Jahre entstehen, abgefedert."

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