Autoattentat, SPD

Nach Autoattentat: SPD sieht Nachholbedarf in der PrÀvention

20.02.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In der Aufarbeitung des tödlichen Attentats von MĂŒnchen sieht die SPD vor allem Handlungsbedarf in der PrĂ€vention, um Radikalisierungen kĂŒnftig zu verhindern.

Blumenmeer am Anschlagsort in MĂŒnchen - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ohne den Ermittlungen vorzugreifen: Hier, in der PrĂ€vention, sehe ich den entscheidenden Handlungsbedarf", sagte Lars Castellucci, Vizevorsitzender des Innenausschusses im Bundestag, der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Um Radikalisierungen vorzubeugen, mĂŒssen wir Arbeit, Sprache, Bildung und Begegnung von Anfang an ermöglichen und einfordern." Langwierige Verfahren und Unklarheit, wie es mit einem weitergeht, seien "Gift fĂŒr die Integration", sagte der SPD-Politiker.

"Entsprechende Vereinbarungen sind vom Bundeskanzler und den MinisterprÀsidenten bereits getroffen worden." Mit Blick auf die Sondersitzung des Innenausschusses an diesem Donnerstag erhofft sich Castellucci "insbesondere Erkenntnisse, auf welchen Wegen sich der TÀter radikalisiert hat". Zugleich verwies der SPD-Politiker auf mögliche VersÀumnisse auf Landesebene. "AuffÀllig ist etwa, dass die Asylklage in Bayern drei Jahre gedauert hat", sagte er. Diese "brutale Tat" habe zwei Menschenleben gefordert. Viele weitere seien zum Teil schwer verletzt. "Die Familie der Toten hat darum gebeten, die Tat nicht politisch zu instrumentalisieren. Wohl aber ist es unsere Aufgabe, sie politisch aufzuklÀren, dem kommen wir als Innenausschuss des Deutschen Bundestages nach", so Castellucci weiter.

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