AnschlÀge, Sicherheitskreise

AnschlÀge: Sicherheitskreise zweifeln an Suchen aus Russland

07.04.2025 - 15:50:03 | dts-nachrichtenagentur.de

In deutschen Sicherheitskreisen werden ZDF-Recherchen zu möglichen russischen Kenntnissen ĂŒber den Messerangriff von Mannheim im Vorfeld der Tat zurĂŒckhaltend gesehen.

Polizeiabsperrung (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der Sender hatte berichtet, bereits vor dem Anschlag im Mai 2024 sei in Russland im Netz nach konkreten Details bis hin zum Namen des TĂ€ters gesucht worden. "Aufgrund der Algorithmen lassen sich keine verlĂ€sslichen Aussagen darĂŒber treffen, wann die Suchanfragen zu dem Anschlag in Mannheim genau gestellt worden sind", zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben) aus Sicherheitskreisen. "Die Daten können daher fĂ€lschlicherweise den Eindruck erwecken, dass nach den Begriffen schon vor der Tat gesucht worden ist." Die HĂ€ufung der AnschlĂ€ge im Vorfeld der Bundestagswahl sei allerdings "sehr auffĂ€llig" gewesen, sagte der SPD-Innenpolitiker Dirk Wiese den Funke-Zeitungen.

Daher mĂŒsse ĂŒber die AufklĂ€rung der einzelnen Taten hinaus in alle Richtungen ermittelt werden, um mögliche ZusammenhĂ€nge zu erkennen. "Verwicklungen Russlands sind hier alles andere als ausgeschlossen. VerdĂ€chtige Suchanfragen aus Russland und digitale russische Spuren im Vorfeld der Taten können ein Hinweis darauf sein", sagte Wiese. Auch der FDP-Sicherheitspolitiker Konstantin Kuhle forderte, sowohl die Nachrichtendienste als auch die Strafverfolgungsbehörden mĂŒssten "eine mögliche Verstrickung Russlands in terroristische AnschlĂ€ge in Deutschland" untersuchen. "Die hybride KriegsfĂŒhrung Russlands in ganz Europa wird auch in Deutschland noch immer systematisch unterschĂ€tzt", sagte Kuhle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es ist erwiesen, dass Russland in Deutschland und Europa die gesamte Klaviatur hybrider Einflussnahme verwendet - Cyberangriffe, Desinformation, finanzielle Zuwendung an pro-russische Parteien, Spionage, Sabotage, die Auslösung von Migrationsströmen und sogar gezielte Tötungen."

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