Kokain-Kartelle weichen zunehmend auf kleinere NordseehÀfen aus
18.02.2026 - 09:17:39 | dts-nachrichtenagentur.deSo heiĂt es aus dem Landeskriminalamt in Niedersachsen, dass allein in den vergangenen drei Jahren "mehr als zwei Tonnen Kokain mit Zielhafen Brake beziehungsweise auch Stade-BĂŒtzfleth" aus SĂŒdamerika durch Kriminelle eingefĂŒhrt werden sollten. Die Drogen konnten jedoch bereits in Brasilien, aber auch in Italien oder Polen durch Polizei und Zoll sichergestellt werden - noch bevor die "Ware" Deutschland erreichen konnte. Das allerdings sei "nur das Hellfeld", heiĂt es aus dem LKA. Wie viel Kokain tatsĂ€chlich ĂŒber diese Route eingefĂŒhrt wurde, bleibe "im Dunkeln".
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sagte den Funke-Zeitungen: "Organisierte KriminalitĂ€t ist eine der gröĂten Herausforderungen fĂŒr unsere Sicherheitsbehörden. Dieses PhĂ€nomen ist geprĂ€gt von hoher ProfessionalitĂ€t, internationaler Vernetzung und einer stetigen Anpassung an neue technische Möglichkeiten." Organisierte Kriminelle wĂŒrden weiterhin versuchen, ihre Einnahmequellen zu behaupten. "Die Konzepte der Sicherheitsbehörden wirken." Die Arbeit der Ermittler sei erfolgreich und sorge fĂŒr Sicherheit, sagte Behrens. Dabei hob das Innenministerium etwa ein Projekt von Bund und LĂ€ndern hervor, mit dem sogenannte "HafeninnentĂ€ter" besser enttarnt werden sollen.
Im vergangenen Jahr hatte der PrĂ€sident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger MĂŒnch, vor einer Zunahme harter Drogen in Deutschland gewarnt. Man sehe "eine Kokain-Schwemme", hob der BKA-Chef damals hervor. "Sie wird dadurch ausgelöst, dass der Markt in Nordamerika gesĂ€ttigt ist und man sich stĂ€rker auf Europa konzentriert. Kokain verbreitet sich in Deutschland sehr stark."
