Deutschland zahlt zwei Millionen Euro an Opfer der Colonia Dignidad
06.03.2025 - 13:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Das geht aus einem Bericht der Gemeinsamen Kommission von Bundestag und Bundesregierung zur Aufarbeitung der Verbrechen der "Colonia Dignidad" hervor, ĂŒber den der "Spiegel" berichtet. Insgesamt seien 398 AntrĂ€ge von Betroffenen bewilligt und 49 abgelehnt worden. Teilweise sei es schwer, Opfer und TĂ€ter klar voneinander abzugrenzen, da manche Opfer sich spĂ€ter selbst schuldig gemacht hĂ€tten.
Neu beschlossen wurde 2023 ein Fond "Pflege und Alter", der auch jenen ehemaligen "Colonia"-Bewohnern helfen soll, die nicht mehr auf dem GelĂ€nde 400 Kilometer sĂŒdlich von Santiago de Chile leben.
Es sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren "zahlreiche AntrĂ€ge eingehen werden". Die Einrichtung einer GedenkstĂ€tte und eines Dokumentationszentrums steht hingegen noch am Anfang. Die Kommission begrĂŒĂt, dass Chiles StaatsprĂ€sident Gabriel Boric dafĂŒr die Enteignung einiger GebĂ€ude auf dem ehemaligen SektengelĂ€nde angeschoben hat.
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