Syrien-Wiederaufbau: Organisation fürchtet Ausschluss Behinderter
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 10:56 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de
Das syrische Gesundheitssystem ist laut des Berichts stark beeinträchtigt. Nur 57 Prozent der Krankenhäuser seien voll funktionsfähig, und mehr als die Hälfte des Gesundheitspersonals habe das Land verlassen. Rehabilitationsspezialisten wie Physiotherapeuten und Prothesentechniker seien außerhalb der Großstädte kaum verfügbar. Die Zahl der Opfer durch Minen und Blindgänger sei alarmierend hoch. Zwischen Dezember 2024 und Mai 2026 wurden 2.288 Opfer registriert, darunter 808 Tote und 1.477 Verletzte. Besonders betroffen seien Kinder, die häufig Opfer von Explosivwaffen würden.
Auch im Bildungsbereich gebe es erhebliche Defizite. Viele Schulen in Syrien seien nicht barrierefrei, was den Zugang für Kinder mit Behinderungen erschwere. Nur 41 Prozent der untersuchten Schulen entsprachen den Mindeststandards für Barrierefreiheit. Lehrerfortbildungen zu inklusiver Bildung seien nicht vorhanden, und über 60 Prozent der schulpflichtigen Kinder mit schweren Behinderungen hätten noch nie eine Schule besucht.
