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Trockenheit im Sommer 2020 steigert die SchÀden durch WaldbrÀnde

Veröffentlicht am: 06.10.2020 um 10:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Der WaldflĂ€chenverlust durch BrĂ€nde infolge der Trockenheit betrug im Jahr 2020 ĂŒber 314 Hektar

Wald (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Wald (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Die in weiten Teilen des Bundesgebietes herrschende extreme Trockenheit wĂ€hrend der Sommermonate, hat zu einem Gesamtverlust von mehr als 314 Hektar durch WaldbrĂ€nde gefĂŒhrt. Diese Zahlen nannte das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft auf eine parlamentarische Anfrage der GrĂŒnen im Bundestag. Dabei gingen die Verluste zu großen Teilen auf sechs GroßbrĂ€nde zurĂŒck, wie die „Rheinische Post“ aus der Antwort des Landwirtschaftsministeriums zitiert. Das Ministerium verweist allerdings auch auf die VorlĂ€ufigkeit der genannten Zahlen. Die Gesamtbilanz des Jahres 2020 wird deutlich katastrophaler aussehen, befĂŒrchtet das Ministerium.
Als Grundlage der SchĂ€tzung dienen lediglich BrĂ€nde, bei denen WaldflĂ€chen mit mehr als 375 Metern KantenlĂ€nge vernichtet wurden. Die Experten gehen aber von einer deutlich höheren Anzahl an WaldbrĂ€nden aus. In der Summe werden die kleineren BrĂ€nde, die jetzt noch nicht erfasst sind, zu einer deutlichen Steigerung der vernichteten WaldflĂ€che fĂŒhren. Die derzeit erfassten sechs GroßbrĂ€nde betrafen den Kreis Oder-Spree, den Kreis Vechta und Emsland, den Elbe-Elster-Kreis und die Kreise Birkenfeld und Kusel. Damit waren das Bundesland Brandenburg zweimal, das Land Rheinland-Pfalz zweimal und Niedersachsen zweimal betroffen.
In den letzten zwei DĂŒrreperioden im Jahr 2019 und 2020 wurden somit so viele WaldbrĂ€nde und WaldflĂ€chenverluste durch Feuer registriert, wie seit dem Rekordjahr 1992 nicht mehr. Im Jahr 2018 wurden im Jahresbericht des Landwirtschaftsministeriums insgesamt 1.708 BrĂ€nde mit einer GesamtflĂ€che von 2.350 Hektar gezĂ€hlt. Im Folgejahr ging die Anzahl der WaldbrĂ€nde zwar auf 1.523 zurĂŒck, die SchadensflĂ€che stieg dagegen auf 2.700 Hektar an.
Der grĂŒne Landwirtschaftsexperte Oliver Krischer sieht dies auch als Folge einer mangelnden AusrĂŒstung und Vorbereitung der ForstĂ€mter auf die sich verĂ€ndernden klimatischen VerhĂ€ltnisse. Es fehlt an Spezialmaschinen zur WaldbrandbekĂ€mpfung wie RĂ€umpanzer und Löschhubschrauber. Die Monokulturen wie sie in weiten Teilen vorherrschen, sind den klimatischen Herausforderungen nicht gewachsen. Große WaldflĂ€chen sind ohnehin schon durch die DĂŒrre schwer vorgeschĂ€digt, so der grĂŒne Politiker in der „Rheinischen Post“. Der Umstieg auf eine naturnahe Bewirtschaftung ist auch der beste Schutz vor katastrophalen DĂŒrrefolgen.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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