Ăltere Autofahrer bei UnfĂ€llen hĂ€ufiger Hauptverursacher
04.12.2023 - 08:29:05 | dts-nachrichtenagentur.deDas ist mit Abstand der höchste Wert aller Altersgruppen. Zum Vergleich: Bei den unter 65-jĂ€hrigen Autofahrern waren 55,2 Prozent Hauptverursacher. In dieser Altersgruppe verursachen insbesondere junge Fahrer ĂŒberproportional viele UnfĂ€lle: SaĂen junge Erwachsene im Alter von 18 bis 20 Jahren am Steuer eines Pkws, waren sie in 70,8 Prozent der FĂ€lle fĂŒr den Unfall hauptverantwortlich. Insgesamt waren im Jahr 2022 gut 309.300 Pkw-Fahrer an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt. In 57,1 Prozent der FĂ€lle hatten die Fahrer den Unfall auch hauptverursacht. Die Unfallursachen bei AutounfĂ€llen unterscheiden sich bei Ă€lteren Menschen von denen in jĂŒngeren Altersgruppen: Pkw-Fahrern im Seniorenalter wurde beispielsweise anteilig hĂ€ufiger als den unter 65-JĂ€hrigen vorgeworfen, die Vorfahrt bzw. den Vorrang anderer Fahrzeuge missachtet zu haben (21,1 Prozent zu 16,6 Prozent). Auch Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden, RĂŒckwĂ€rtsfahren, Ein- und Anfahren trat hĂ€ufiger auf als bei JĂŒngeren (22,3 Prozent zu 19,2 Prozent). Dagegen wurde Ă€lteren Menschen deutlich seltener zur Last gelegt, den Abstand nicht eingehalten zu haben (10,8 Prozent zu 16,3 Prozent), mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren zu sein (5,2 Prozent zu 11,4 Prozent) oder ihr Auto unter Alkoholeinfluss (1,1 Prozent zu 4,3 Prozent) gesteuert zu haben. Ăltere Menschen sind gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung seltener in VerkehrsunfĂ€lle verstrickt als jĂŒngere, so die Statistiker weiter: Im Jahr 2022 waren 77.700 Menschen ab 65 Jahren an UnfĂ€llen mit Personenschaden beteiligt, dies waren 15,1 Prozent aller Unfallbeteiligten mit Altersangaben. Im Jahr 2022 waren dagegen 22,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens 65 Jahre alt. Die geringere Unfallbeteiligung dĂŒrfte insbesondere daran liegen, dass Ă€ltere Menschen seltener als jĂŒngere am StraĂenverkehr teilnehmen, unter anderem, weil sie nicht mehr zur Arbeit fahren. Ab 60 Jahren geht nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums mit steigendem Alter vor allem die als Autofahrer zurĂŒckgelegte Strecke deutlich zurĂŒck. Im Jahr 2022 verunglĂŒckten insgesamt 52.748 Menschen im Alter von 65 oder mehr Jahren im StraĂenverkehr, 1.023 von ihnen wurden getötet, weitere 12.350 schwer verletzt. Insgesamt betrug der Anteil der Senioren an allen VerunglĂŒckten 14,5 Prozent, bei den Todesopfern war er mit 36,7 Prozent wesentlich höher. Ăltere Menschen erleiden im Durchschnitt schwerere Unfallfolgen als jĂŒngere: So wurden 23,4 Prozent der verunglĂŒckten Ă€lteren Menschen schwer verletzt, der entsprechende Anteil bei den unter 65-JĂ€hrigen war mit 14,6 Prozent deutlich geringer. DarĂŒber hinaus ist fĂŒr mindestens 65-JĂ€hrige die Wahrscheinlichkeit geringer, einen Verkehrsunfall zu ĂŒberleben. WĂ€hrend der Anteil der Getöteten an den VerunglĂŒckten bei den unter 65-JĂ€hrigen bei 0,6 Prozent liegt, betrĂ€gt er bei den Senioren 1,9 Prozent. Hier spiegelt sich zum einen die mit zunehmendem Alter nachlassende physische Widerstandskraft wider. Zum anderen nehmen Ă€ltere Menschen hĂ€ufiger als ungeschĂŒtzte FuĂgĂ€nger am Verkehr teil und sind daher einem gröĂeren Risiko fĂŒr schwerwiegendere Verletzungen ausgesetzt.
