Hoffenheim, Mainzer

4:1 gegen Hoffenheim: Mainzer Aufholjagd geht weiter

Veröffentlicht am: 13.04.2024 um 17:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der 1. FSV Mainz 05 hat das nĂ€chste Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen lĂ€sst sich gegen Hoffenheim auch von einem RĂŒckstand nicht beeindrucken.
Oliver Baumann in seinem 500. Bundesliga-Spiel. - Bild: Torsten Silz/dpa

Der 1. FSV Mainz 05 hat den nĂ€chsten Sieg im Abstiegskampf eingefahren und seine furiose Aufholjagd fortgesetzt. Die Rheinhessen gewannen zu Hause gegen die TSG 1899 Hoffenheim hochverdient mit 4:1 (0:1) und zeigten dabei große Leidenschaft und Comeback-QualitĂ€ten.

Nach dem FĂŒhrungstor fĂŒr die GĂ€ste durch Pavel Kaderabek (19. Minute) drehten Jonathan Burkardt (47.), Phillipp Mwene (51.), Brajan Gruda (63.) und Karim Onisiwo (88.) die Partie vor 32.000 Zuschauern.

Die 05er holten damit den dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen der Fußball-Bundesliga und vergrĂ¶ĂŸerten auf dem Relegationsrang 16 den Abstand auf die direkten AbstiegsplĂ€tze auf vier ZĂ€hler. Platz 15 - den der VfL Bochum belegt - und damit der direkte Klassenverbleib ist nur einen ZĂ€hler entfernt. Hoffenheim hingegen kassierte nach einer enttĂ€uschenden Leistung einen herben DĂ€mpfer im Rennen um die Europapokal-Qualifikation.

«FĂŒr uns ist es das nĂ€chste Finale», hatte Mainz-Trainer Bo Henriksen vor dem 29. Spieltag gesagt, nachdem seine Mannschaft aus den drei Spielen davor sieben Punkte geholt hatte und somit wieder auf Schlagdistanz zu den NichtabstiegsplĂ€tzen war. Den Schwung und das Selbstbewusstsein nahmen die 05er auch in die Partie gegen Hoffenheim mit.

Kaderabek bringt die TSG in FĂŒhrung

Die Mainzer setzten die Kraichgauer von Beginn an frĂŒh unter Druck und erspielten sich mehrere gute Gelegenheiten. Ein Tor von Leandro Barreiro zĂ€hlte wegen einer Abseitsstellung nicht (1.). Danach verpassten Mwene (14.) und Burkardt (14./16.) die frĂŒhe FĂŒhrung fĂŒr die wild anstĂŒrmenden Hausherren.

Die schlechte Chancenverwertung rĂ€chte sich. Mit der ersten guten Chance schlugen die GĂ€ste zu. Nach einer Flanke von Andrej Kramaric köpfte Kaderabek das 0:1. Der zuletzt hochgelobte Mainzer Torwart Robin Zentner sah bei dem Gegentor nicht gut aus und flog ins Nichts, als er die Flanke abfangen wollte. Besonders bitter fĂŒr das Team von Henriksen: Als Hoffenheim in FĂŒhrung ging, spielte der FSV nur zu zehnt, weil Gruda behandelt wurde. 

Mainz zeigt sich unbeeindruckt

Die Mainzer zeigten sich von dem RĂŒckstand unbeeindruckt und blieben gegen eine passive TSG am DrĂŒcker. Die Torschussstatistik sprach zur Halbzeit eine eindeutige Sprache: 14:3 fĂŒr den FSV. Doch was fehlte, waren die Treffer. Entweder war der zuverlĂ€ssige TSG-Keeper Oliver Baumann zur Stelle oder die BĂ€lle flogen am Tor vorbei. 

Nach dem Seitenwechsel Ă€nderte sich nichts an der Mainzer SpielstĂ€rke. Der einzige Unterschied: Die 05er mĂŒnzten ihre Überlegenheit auf einmal in Tore um. Erst köpfte Burkardt nach Flanke von Anthony Caci zum 1:1 ein. Kurze Zeit spĂ€ter machte Mwene den Doppelschlag perfekt und hatte dabei das GlĂŒck des TĂŒchtigen, dass sein Schuss von Ozan Kabak unhaltbar abgefĂ€lscht wurde.

WĂ€hrend die um die Europokal-Qualifikation kĂ€mpfenden Hoffenheimer ĂŒber 90 Minuten blass blieben, vollendete Gruda einen Konter zum 3:1. Anschließend wurde die TSG etwas aktiver, ein Tor erzielte die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo aber nicht mehr. Stattdessen gelang den Mainzern in der Schlussphase durch den eingewechselten Onisiwo sogar noch das 4:1.

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