Ägypten, FIFA

Ägypten: FIFA sperrt drei Beteiligte nach WM-Aus

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die FIFA reagiert auf die Tumulte nach Ägyptens 2:3 gegen Argentinien und verhängt Sperren gegen drei Beteiligte. Der ägyptische Verband kündigt rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.

Ägyptens Sanktionen nach dem Achtelfinale

  • Die FIFA sperrt Hossam Hassan und Ibrahim Hassan jeweils für drei Spiele.
  • Mostafa Ziko darf fünf Partien der ägyptischen Nationalmannschaft nicht bestreiten.
  • Der ägyptische Verband will gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
  • Hossam Hassan (M) war nach dem Achtelfinal-Aus in Rage. (Archivbild) - Bild: Erik S. Lesser/AP/dpa
  • Francois Letexier (Frankreich, l) bekam die Wut der Ägypter ab. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa
Hossam Hassan (M) war nach dem Achtelfinal-Aus in Rage. (Archivbild) - Bild: Erik S. Lesser/AP/dpa  Francois Letexier (Frankreich, l) bekam die Wut der Ägypter ab. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa

FIFA sanktioniert Ägyptens Team nach 2:3 gegen Argentinien

Mehr als drei Monate nach Ägyptens 2:3-Niederlage gegen Argentinien im WM-Achtelfinale hat die FIFA drei Beteiligte des ägyptischen Teams gesperrt. Trainer Hossam Hassan und Teammanager Ibrahim Hassan müssen jeweils drei Länderspiele pausieren, Mittelfeldspieler Mostafa Ziko fünf.

Sperren nach Tumulten im Juli

Die Entscheidung des FIFA-Disziplinarausschusses teilte der ägyptische Fußballverband mit. Nach dem Spiel am 7. Juli war es zu Tumulten gekommen, in deren Mittelpunkt das französische Schiedsrichterteam um François Letexier stand.

Die ägyptische Seite hatte dem Referee und seinen Assistenten aus ihrer Sicht gravierende Fehler vorgeworfen. Der Verband legte Beschwerde ein und forderte zudem, das Schiedsrichterteam vom weiteren Turnier auszuschließen.

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Strittige Szene entscheidet das Spiel

Besonders umstritten war eine Szene unmittelbar vor Argentiniens Siegtreffer durch Enzo Fernández in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Alexis Mac Allister soll Hamdi Fathi beim Eindringen in den argentinischen Strafraum am Trikot gezogen haben, doch Letexier ließ weiterspielen.

Die Ägypter forderten einen Elfmeter und sahen sich dadurch um den möglichen Ausgleich gebracht. Der ägyptische Verband will gegen die nun verhängten Sperren in Berufung gehen.

Die FIFA-Sanktionen treffen Ägypten mehr als drei Monate nach dem Achtelfinale und damit in einer Phase, in der die unmittelbare Aufregung über das Spiel bereits abgeklungen ist. Der Verband hält jedoch an seiner Darstellung fest, dass die Entscheidungen des französischen Schiedsrichterteams das Ergebnis beeinflusst hätten.

Im Zentrum steht der umstrittene Moment in der Nachspielzeit. Beim Stand von 2:2 blieb ein mögliches Trikotziehen im Strafraum ungeahndet, kurz darauf erzielte Argentinien den entscheidenden Treffer. Für Ägypten verbindet sich damit nicht nur das Ausscheiden, sondern auch die Frage, wie Spieler und Verantwortliche auf strittige Entscheidungen reagieren dürfen.

Folgen für Ägyptens Nationalteam

Die Sperren schränken die sportliche Vorbereitung der Auswahl ein: Trainer Hossam Hassan und Manager Ibrahim Hassan fehlen jeweils in drei Länderspielen, Ziko sogar in fünf. Besonders die längere Sperre des Mittelfeldspielers kann die Kaderplanung beeinflussen, während die Sanktionen gegen die sportliche Leitung Abläufe und Kommunikation rund um die kommenden Partien erschweren.

Der angekündigte Gang in die Berufung eröffnet dem ägyptischen Verband die Möglichkeit, gegen Umfang oder Begründung der Strafen vorzugehen. Bis zu einer Entscheidung bleibt die FIFA-Sanktion der maßgebliche Rahmen für die nächsten Einsätze der Betroffenen.

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