FIFA, WM

Berichte: EuropÀer drohen wegen FIFA-Plan mit WM-Boykott

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 17:20 Uhr | dpa.de

Der geplante Investorendeal der FIFA stĂ¶ĂŸt bei der UEFA auf gewaltigen Widerstand. Nun haben sich die VerbĂ€nde offenbar auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

Nicht begeistert von den FIFA-PlÀnen: UEFA-PrÀsident Aleksander Ceferin. (Archivbild) - Bild: James Manning/PA Wire/dpa
Nicht begeistert von den FIFA-PlÀnen: UEFA-PrÀsident Aleksander Ceferin. (Archivbild) - Bild: James Manning/PA Wire/dpa

Die Mitglieder der EuropĂ€ischen Fußball-Union UEFA drohen dem Weltverband FIFA Medienberichten zufolge geschlossen mit einem WM-Boykott, falls dieser den angekĂŒndigten Investorendeal durchzieht. Das berichten unter anderem Sky News und die «Times». Demnach habe es darĂŒber einen einstimmigen Beschluss der 55 europĂ€ischen Vertreter gegeben, der bei einem Dringlichkeitstreffen aufgrund der besonderen Situation gefallen sein soll. Ein offizielles Statement der UEFA gab es zunĂ€chst nicht.

Dabei geht es offenbar nicht nur um die Weltmeisterschaft der MĂ€nner im Jahr 2030, sondern auch um die Frauen-WM im kommenden Sommer in Brasilien. FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino, dessen Verband die ĂŒberraschenden PlĂ€ne am Dienstag enthĂŒllt hatte, gerĂ€t damit ordentlich unter Druck. Ohne die EuropĂ€er um Weltmeister Spanien, England, Frankreich und Deutschland wĂŒrde die WM ihren sportlichen Wert komplett einbĂŒĂŸen.

Infantino spricht von einmaliger Chance

Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Laut ĂŒbereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband eine Frist fĂŒr die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag fĂŒr die Zustimmung der 211 VerbĂ€nde soll demnach der 19. September sein.

Infantino verteidigte den geplanten Einstieg externer Geldgeber als «einmalige Chance, die weltweite Entwicklung des Fußballs deutlich zu beschleunigen». Die UEFA sieht das komplett anders und hat deshalb massiven Widerstand angekĂŒndigt. Auch DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf und VizeprĂ€sident Hans-Joachim Watzke hatten am Mittwoch erklĂ€rt, dass sie klar gegen den Investorenplan sind.

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