WM, USA

Ecuador patzt gegen Curaçao - DFB-Elf wird Gruppensieger

21.06.2026 - 03:55:37 | dpa.de

Das kleine Curaçao hat bei der WM für eine Riesenüberraschung gesorgt. Gegen Ecuador holen die Karibik-Kicker sensationell einen Punkt. Das hilft auch der DFB-Elf.

  • Vereitelte zahlreiche Chancen: Eloy Room. - Bild: Reed Hoffmann/AP/dpa
    Vereitelte zahlreiche Chancen: Eloy Room. - Bild: Reed Hoffmann/AP/dpa
  • Die niederländische Königsfamilie sah einen guten Auftritt von Curaçao. - Bild: Ed Zurga/AP/dpa
    Die niederländische Königsfamilie sah einen guten Auftritt von Curaçao. - Bild: Ed Zurga/AP/dpa
  • Ecuador tat sich gegen Curaçao sehr schwer. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
    Ecuador tat sich gegen Curaçao sehr schwer. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
  • Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.  - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
    Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
Vereitelte zahlreiche Chancen: Eloy Room. - Bild: Reed Hoffmann/AP/dpa Die niederländische Königsfamilie sah einen guten Auftritt von Curaçao. - Bild: Ed Zurga/AP/dpa Ecuador tat sich gegen Curaçao sehr schwer. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa Der frühere Bremer Tahith Chong wehrte sich mit Curaçao tapfer.  - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa

Fußball-Zwerg Curaçao hat Deutschland bei der WM vorzeitig zum Gruppensieger gemacht. Das Team des Trainer-Oldies Dick Advocaat trotzte Ecuador in Kansas City ein beachtliches 0:0 ab und sorgte mit dem Überraschungscoup dafür, dass die DFB-Elf in der Gruppe E nicht mehr von Platz eins zu verdrängen ist. Zum Matchwinner wurde vor 68.598 Fans Curaçaos herausragender Torhüter Eloy Room, der zahlreiche Chancen der Südamerikaner vereitelte.

Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuvor dank zweier Tore von Joker Deniz Undav mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste gewonnen und ihren zweiten Sieg bei dieser Weltmeisterschaft gefeiert. Zum Auftakt hatte es ein souveränes 7:1 gegen Curaçao gegeben. Ecuador hatte gegen die Elfenbeinküste unglücklich und in letzter Minute mit 0:1 verloren.

Advocaats Plan geht auf

Curaçao-Coach Advocaat hatte nach dem 1:7 gegen Deutschland eine Steigerung seiner Mannschaft angekündigt. «Ecuador hat eine bessere Mannschaft als Curaçao. Aber das heißt nicht, dass sie es leicht haben werden», hatte der mit 78 Jahren älteste Trainer der WM gesagt. «Wir müssen sehen, dass wir das Spiel so lange wie möglich offenhalten.»

Und das gelang dem kleinsten Land, das sich bislang jemals für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert hat, ausgezeichnet. Advocaat hatte die Defensive seines Teams etwas verstärkt und auf ein 5-3-2-System gesetzt, das den Karibik-Kickern deutlich mehr Stabilität gab.

Ecuador lässt viele Chancen aus

Zwar hatte Ecuador erwartungsgemäß mehr vom Spiel und durch Routinier Enner Valencia (3.), Pedro Vite (14.) und den früheren Bundesliga-Profi John Yeboah (42.) gute Chancen. Insgesamt kamen die Südamerikaner mit der klaren Favoritenrolle aber nicht gut zurecht. 

Trainer Sebastián Beccacece hatte zwar davor gewarnt, das kleine Curaçao zu unterschätzen. Mit dem Druck nach dem unglücklichen 0:1 zum Auftakt gegen die Elfenbeinküste hatte der Zweite der Südamerika-Qualifikation aber sichtlich Schwierigkeiten.

Ecuador scheitert immer wieder an Room

Auch nach dem Seitenwechsel wollte das Tor nicht gelingen. Ecuador rannte weiter an, Curaçao verteidigte aber nach wie vor mit großem Einsatzwillen. Die mehr als 20.000 Anhänger der Tri im Kansas City Stadium wurden langsam ungeduldig, auch weil Gonzalo Plata per Kopf die nächste Großchance vergab (59.). 

Im Gegenzug hatte der Fußball-Zwerg aus der Karibik plötzlich eine Dreifach-Möglichkeit zur Führung: Unter anderem der ehemalige Bochumer Jürgen Locadia vergab dabei die Führung für den Außenseiter.

Bei Curaçao schwanden in der Folgezeit die Kräfte. Dennoch warfen sich die Schützlinge von Advocaat weiter in jeden Ball. Vor allem Torwart-Routinier Room war es zu verdanken, dass der Außenseiter auch bis zur Trinkpause im zweiten Durchgang das torlose Remis hielt. 

Danach ging das Anrennen von Ecuador weiter, die Südamerikaner erspielten sich Chance um Chance. Der überragende Room war an diesem Tag aber einfach nicht zu bezwingen.

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