Verfahren gegen FIFA-PrÀsident Infantino eingestellt
26.10.2023 - 11:08:32 | dpa.deIn der Schweiz ist ein Strafverfahren gegen FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino sowie weitere beschuldigte Personen eingestellt worden. Das teilten zwei auĂerordentliche BundesanwĂ€lte mit, die mit den Ermittlungen beauftragt waren.
Es ging dabei um geheime Treffen zwischen 2015 und 2017 zwischen Infantino und dem damaligen Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber sowie einem weiteren Staatsanwalt. Gegen beide Personen wurde ebenfalls ermittelt. Untersucht wurde der Verdacht, ob Infantino versuchte, andere Straf- und Rechtshilfeverfahren im Zusammenhang mit der FIFA zu beeinflussen. Allerdings mĂŒssen die beschuldigten StaatsanwĂ€lte die Verfahrenskosten zu einem kleinen Teil tragen, weil sie die Treffen damals nicht protokolliert hatten.
«Es ist jetzt allen klar, dass die Anschuldigungen gegen mich nur verzweifelte Versuche von armen, neidischen und korrupten Leuten waren, meinen Ruf anzugreifen», wurde der 53 Jahre alte Schweizer Infantino in einer FIFA-Mitteilung zitiert: «Falls diese Leute auch nur ein kleines bisschen WĂŒrde hĂ€tten, sollten sie zumindest den Anstand haben und sich fĂŒr ihre Handlungen und den verursachten Schaden entschuldigen.»
Die Untersuchung fĂŒhrten die auĂerordentlichen BundesanwĂ€lte Ulrich Weder und Hans Maurer. Sie hatten vier verschiedene Treffen «auf ihre strafrechtliche Relevanz» untersucht, wie sie mitteilten. Nach ihrer Darstellung fand das erste Treffen statt, weil ein Oberstaatsanwalt aus dem Kanton Wallis, der mit Infantino befreundet war, sich fĂŒr eine Stelle bei Lauber interessierte. Bei den anderen drei Treffen habe es nur allgemeine ĂuĂerungen «zur Kooperation und Stellung der FIFA als Partei im Verfahrenskomplex WeltfuĂball gegeben. «Namentlich ergaben sich diesbezĂŒglich keine Hinweise auf Verabredungen, Vereinbarungen, Entscheide etc., welche sich auf strafprozessuale Handlungen oder Unterlassungen im gesamten Verfahrenskomplex 'WeltfuĂball' auswirkten oder auswirken sollten», teilten Weder und Maurer mit.
«Das ist ein vollumfĂ€nglicher, deutlicher und klarer Sieg fĂŒr mich, fĂŒr die neue FIFA und fĂŒr die Gerechtigkeit!», wurde Infantino zitiert. «Die vollumfĂ€ngliche Untersuchung bestĂ€tigt eindeutig, dass ich immer rechtmĂ€Ăig und korrekt gehandelt habe und ausschlieĂlich die Interessen der FIFA und des FuĂballs verteidigt habe.»
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