Jesús de Miguel in Navahermosa vor Fußball-Prominenz beigesetzt
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 17:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTrauer in Navahermosa und Reaktionen
- Die Trauerfeier für Jesús de Miguel fand in Navahermosa in der Provinz Toledo statt.
- Rafael Louzán und Luís de la Fuente nahmen neben Vertretern großer Clubs Abschied.
- Die AFE forderte die Absage der Ligaspiele am bevorstehenden Wochenende.
Jesús de Miguel in Navahermosa beigesetzt
Angehörige, Freunde und führende Vertreter des spanischen Fußballs haben in Navahermosa Abschied von Jesús de Miguel genommen. Die Trauerfeier für den 30-Jährigen fand in seinem Heimatort in der Provinz Toledo südwestlich von Madrid statt.
Zusammenstoß im Zweitligaspiel
De Miguel war am Montagabend bei der Partie seines Clubs CD Teneriffa gegen den FC Andorra mit dem gegnerischen Torwart zusammengestoßen und später im Krankenhaus gestorben. Ein vorläufiger Autopsiebericht nennt eine unfallbedingte Brustverletzung als Todesursache.
Prominente Gäste bei der Trauerfeier
Der spanische Verbandschef Rafael Louzán sprach der Familie sein Mitgefühl aus und bezeichnete den Tod als unersetzlichen Verlust. Spaniens Nationaltrainer Luís de la Fuente nahm ebenfalls teil, ebenso Präsidenten großer Clubs wie Florentino Pérez von Real Madrid.
Die anschließende Beisetzung sollte im engsten Familienkreis stattfinden. Louzán erklärte, die Tragödie müsse ein Ansporn sein, die Notfallversorgung in den Stadien weiter zu verbessern.
AFE fordert Absage der Ligaspiele
Die Gewerkschaft der Fußballerinnen und Fußballer Spaniens forderte zusätzlich zu den bereits abgesagten Pokalpartien die Absage aller Spiele der Profiligen am bevorstehenden Wochenende. Zur Begründung verwies sie auf die emotionale und menschliche Situation der Spielerinnen und Spieler.
Die AFE erklärte, Menschlichkeit, Respekt und Solidarität seien in diesem Moment wichtiger als jeder Wettbewerb. Über die Forderung nach einer Aussetzung des Ligabetriebs ist damit eine Debatte über den Umgang des Profifußballs mit schweren Unglücksfällen entbrannt.
Der Tod von Jesús de Miguel hat den spanischen Fußball über den unmittelbaren Spielbetrieb hinaus erschüttert. Der 30-Jährige starb nach einem Zusammenstoß im Zweitligaspiel von CD Teneriffa gegen den FC Andorra. Die Trauerfeier in Navahermosa bündelte die Anteilnahme von Familie, Freunden, Verbandsvertretern und führenden Persönlichkeiten des spanischen Fußballs.
Der Fall lenkt zugleich den Blick auf die medizinische Versorgung bei Fußballspielen. Verbandschef Rafael Louzán verband sein Beileid mit der Forderung, die Notfallversorgung in Stadien weiter zu verbessern. Dabei geht es vor allem um die Zeit bis zur Erstversorgung, verfügbare medizinische Ausrüstung und klar eingeübte Abläufe für schwere Verletzungen.
Folgen für den Spielbetrieb
Die spanische Spielergewerkschaft AFE fordert neben den bereits abgesagten Pokalpartien auch die Aussetzung der Ligaspiele am bevorstehenden Wochenende. Sie begründet dies mit der besonderen emotionalen Situation der Spielerinnen und Spieler sowie mit Menschlichkeit, Respekt und Solidarität.
Eine solche Forderung berührt den gesamten Profifußball: Spielpläne, Fernsehverträge, Sicherheitskonzepte und die psychische Belastung der Mannschaften müssten miteinander abgewogen werden. Unabhängig von der Entscheidung über weitere Absagen bleibt der Tod de Miguels für den spanischen Fußball ein Einschnitt, der die Diskussion über Schutz und Versorgung im Stadion verstärken dürfte.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Focus: „Fußballer (30) stirbt nach Foul: Emotionaler Abschied auf Beerdigung in Spanien“ (05.11.2026)
Der Beitrag bestätige die Beisetzung in Navahermosa und hebe die Teilnahme von Florentino Pérez und Luís de la Fuente hervor. Zusätzlich verweise er auf eine geplante öffentliche Gedenkfeier im Stadion von CD Teneriffa.
Stern: „Fußball-Tragödie in Spanien: Gedenkfeier für gestorbenen de Miguel“ (04.11.2026)
Der Artikel stelle neben der Trauerfeier die öffentliche Reaktion des beteiligten Torwarts Jesús Owono und die angekündigte Gedenkveranstaltung auf Teneriffa heraus. Anders als die dpa-Meldung beschäftige er sich außerdem mit den Ermittlungen und möglichen sportrechtlichen Folgen.
Beide Beiträge ordneten die Beisetzung als zentralen Moment der Anteilnahme ein. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt: Während der Focus die prominenten Trauergäste und den nächsten Gedenktermin betone, richte der Stern den Blick stärker auf Aufarbeitung und mögliche Konsequenzen.
