SpÀte Niederlage nach 2:0: Leipzig verliert in Manchester
28.11.2023 - 23:02:02 | dpa.deLeipzigs Trainer Marco Rose gratulierte dem diesmal eher zurĂŒckhaltenden City-SuperstĂŒrmer Erling Haaland, die RB-Profis schauten ratlos und enttĂ€uscht ins Leere.
Auch eine 2:0-FĂŒhrung durch einen Doppelpack von Lois Openda reichte dem sĂ€chsischen FuĂball-Bundesligisten an der StĂ€tte seiner gröĂten Schmach nicht zum Sieg. Aus der Revanche fĂŒr das 0:7 vor gut acht Monaten bei Manchester City wurde nichts, der Champions-League-Titelverteidiger gewann mit 3:2 (0:2) und blieb im 18. Spiel in der Meisterklasse ungeschlagen.
«Vorher haben wir das Stadion ordentlich zum Schweigen gebracht», sagte Keeper Janis Blaswich beim Streamingdienst DAZN. Es sei aber zu keiner Phase einfach gewesen. Die Gegentore seien alle knapp gewesen, «wo wir vielleicht noch einen Fuà vorkriegen können».
Entscheidung im Kampf um Gruppensieg gefallen
Nach den Toren durch den 23 Jahre alten Openda in der 13. und 33. Minute leitete Haaland (54.) die Aufholjagd ein, ehe Phil Foden (70.) den Ausgleich markierte. Das Siegtor erzielte Julian Alvarez in der 87. Minute. Im Kampf um den Gruppensieg ist damit die Entscheidung zwischen den vorher bereits qualifizierten Teams gefallen: Mit 13 Punkten ist City nicht mehr von Platz eins zu verdrÀngen.
Vor allem eines wollten die Leipziger auf jeden Fall verhindern: Eine weitere Schmach wie die vom 14. MÀrz an gleicher Stelle. «Es geht nicht darum, etwas Besonderes oder Anderes zu machen, es geht darum, hier zu bestehen», betonte Rose kurz vor dem Anpfiff bei DAZN.
Auf die UnterstĂŒtzung seiner aktiven Fans musste RB dann allerdings verzichten. Weil sie Utensilien laut Verein entgegen anderslautender vorheriger Abmachungen nicht mit ins Stadion nehmen durften, gingen sie auch nicht rein.
Ein Deutscher im City-Tor
Den ersten Treffer erzielte frĂŒh Openda. Einen langen Ball von Leipzigs Keeper Janis Blaswich nahm er ein paar Meter nach der Mittellinie an, nicht richtig attackiert von City-Manndecker Manuel Akanji rannte Openda Richtung Tor und spielte den Ball an Stefan Ortega vorbei. Manchester-Coach Pep Guardiola gab seinem deutschen Ersatzkeeper eine Chance.
Verhindern konnte der im Sommer 2021 von Arminia Bielefeld zu City gewechselte 31-JĂ€hrige den RĂŒckstand nicht. Guardiola schĂŒttelte den Kopf, Rose schrie seine Freude heraus. Bei Ballbesitz lieĂ er seine Leipziger Mannschaft mit einer FĂŒnferkette in der Abwehr und einer Viererreihe davor agieren. Und das machte den Hausherren Probleme.
Wo war Haaland?
In einer kurzen Behandlungspause rief Guardiola einige seiner Spieler zu sich, gestikulierte und redete auf seine Profis ein. Nach 30 Minuten hatte seine Mannschaft nur zwei Chancen gehabt, eine hatte RĂșben Dias in der 16. Minute per Kopfball aus kurzer Distanz vergeben. Die andere vergab Rico Lewis (30.) aus 13 Metern. Von Haaland, der beim 7:0 fĂŒnf Tore gemacht hatte, war eine Halbzeit lang gar nichts zu sehen.
Stattdessen avancierte Leipzigs Openda zunÀchst zum Mann des Abends. Auch beim zweiten Treffer schloss er nach einem langen Lauf souverÀn ab. Josko Gvardiol, der seine Leipziger Ex-Kollegen Tags zuvor noch besucht hatte, konnte den Belgier, der im Sommer vom RC Lens zu RB gewechselt war, kurz vor Torschuss nicht mehr vom Ball trennen.
Die groĂe Frage: Was macht City nach der Pause? Die Antwort gab Haaland nach knapp zehn Minuten, als ihm nach feinem Zuspiel den Anschlusstreffer gelang. Und nun drehte City noch mal richtig auf, Leipzig versammelte sich mitunter geschlossen rund 20 Meter vor dem Strafraum. Es nĂŒtzte nichts. Auf Zuspiel von Gvardiol traf Foden aus rund 14 Metern, ehe dann auch noch Alvarez erfolgreich war und die Partie komplett drehte.
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