Nach Kritik: FIFA erhöht PrĂ€mien fĂŒr WM
29.04.2026 - 03:09:42 | dpa.deDer FuĂball-Weltverband FIFA hat die PrĂ€mien fĂŒr die Weltmeisterschaft im Sommer nach Kritik aus Deutschland und von weiteren Turnierteilnehmern erhöht. Insgesamt werden 871 Millionen US-Dollar (744 Millionen Euro) an die 48 Teams ausgeschĂŒttet, wie der FIFA-Council bei seiner Sitzung in Vancouver entschied. Zuvor hatte die FIFA 727 Millionen vorgesehen.Â
Fix planen können die Teilnehmer und damit auch der Deutsche FuĂball-Bund (DFB) mit 10 Millionen US-Dollar Startgeld (zuvor 9 Millionen) und 2,5 Millionen Dollar fĂŒr die Vorbereitungskosten (zuvor 1,5 Millionen).Â
Infantino spricht von finanziell stabilster Position der Geschichte
Die FIFA begrĂŒndete die Erhöhung 44 Tage vor dem Eröffnungsspiel mit dem kommerziellen Erfolg des Turniers. Die FIFA sei «stolz darauf, sich in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte zu befinden, was es uns ermöglicht, all unseren MitgliedsverbĂ€nden auf beispiellose Weise zu helfen. Dies ist ein weiteres Beispiel dafĂŒr, wie die Ressourcen der FIFA wieder in den Sport reinvestiert werden», sagte FIFA-PrĂ€sident Gianni Infantino laut einer Mitteilung.
Ănderungen an den Preisgeldern kommunizierte die FIFA nach der Sitzung keine. Die Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar fĂŒr den neuen Weltmeister hatte der Weltverband nach dem Council-Meeting im Dezember bekanntgegeben.Â
Was dem DFB Unbehagen bereitete
Zuvor hatte auch der DFB die WM-PrĂ€mienregelungen als unzureichend kritisiert. Zwar war der Gesamttopf so prall gefĂŒllt wie noch nie. Am Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nehmen vom 11. Juni an allerdings 16 Teams mehr als noch beim vergangenen Turnier 2022 in Katar teil. FĂŒr die meisten Mannschaften hĂ€tte es im Vergleich zur Katar-WM nur etwas höhere PrĂ€mien gegeben.
VerschĂ€rft wird die finanzielle Unsicherheit durch den schwankenden Dollarkurs und die unterschiedliche Besteuerung der Gewinne in verschiedenen US-Bundesstaaten. Diese bereite dem DFB «wirklich Unbehagen», hatte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Rettig vor der Erhöhung der PrĂ€mien gesagt.
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