DĂ€nemark, Handballerinnen

DĂ€nemark zu stark: Handballerinnen zittern um Viertelfinale

01.08.2024 - 20:33:51 | dpa.de

Die Sensation bleibt aus. Deutschlands Handballerinnen leisten DĂ€nemark großen Widerstand, verlassen das Parkett aber als Verlierer. Der Einzug ins Viertelfinale ist aber weiterhin möglich.

Die deutschen Handballerinnen halten gegen DĂ€nemark lange gut mit. - Foto: Marcus Brandt/dpa

Die deutschen Handballerinnen haben gegen MedaillenanwĂ€rter DĂ€nemark knapp eine Überraschung verpasst und mĂŒssen weiter um den Viertelfinaleinzug bei den Olympischen Spielen zittern. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch verlor gegen den WM-Dritten nach großem Kampf mit 27:28 (12:15) und weist vor dem abschließenden Gruppenspiel am Samstag gegen Europameister Norwegen nun 2:6 Punkte auf. 

Um beim ersten Olympia-Auftritt seit 2008 in Peking direkt in die K.o.-Phase einzuziehen, muss die DHB-Auswahl mindestens Rang vier belegen. Als Vierter wĂŒrde man allerdings in der Runde der letzten Acht sehr wahrscheinlich auf Topfavorit Frankreich treffen.

FĂŒr die DHB-Damen war die Niederlage gegen DĂ€nemark der bereits dritte Olympia-DĂ€mpfer im vierten Spiel. Nach RĂŒckschlĂ€gen gegen SĂŒdkorea und Schweden konnte der WM-Sechste nur gegen Slowenien gewinnen. Vor rund 5.700 Zuschauern war Rechtsaußen Jenny Behrend mit sechs Toren beste deutsche Werferin.

Wenig Ideen im Angriff

Gaugisch hatte an seine Spielerinnen appelliert, die Leistung aus dem Slowenien-Spiel noch zu ĂŒberbieten. «Wir mĂŒssen, wenn wir gut sein wollen, einen Großen schlagen. Das haben wir noch nicht gemacht», sagte der 50-JĂ€hrige. Und die DHB-Frauen starteten gut. Vor allem in der Abwehr war der WM-Sechste hellwach und klaute den DĂ€ninnen viele BĂ€lle. Die 9:7-FĂŒhrung nach etwas mehr als einer Viertelstunde war verdient. 

In der Folge hatten Deutschlands Handballerinnen immer grĂ¶ĂŸere Schwierigkeiten, LĂŒcken in der gegnerischen Defensive zu finden. Das Angriffsspiel wirkte in dieser Phase ideenlos, aus dem RĂŒckraum fehlte die Power. Hinzu kam, dass DHB-Keeperin Katharina Filter zunĂ€chst kaum einen Wurf der Skandinavierinnen parieren konnte. Mit einem 4:0-Lauf drehte der Favorit das Spiel. Die Einwechslung von TorhĂŒterin Sarah Wachter blieb wirkungslos. 

FĂŒhrung dank Filter und Behrend

Die DĂ€ninnen waren weit entfernt von ihrer Bestleistung. Das DHB-Team agierte im Angriff aber zu ungenau und nutzte die zahlreichen Einladungen zu selten. Weil Filter nun aber eine dĂ€nische Chance nach der anderen vereitelte, traf Außenspielerin Jenny Behrend tatsĂ€chlich zur FĂŒhrung (20:19).

Der Sensations-Sieg schien zu diesem Zeitpunkt ganz nah. Die FĂŒhrung verspielte das DHB-Team dann durch zu viele Fouls. In Unterzahl sahen Emily Bölk und Co. die Gegnerinnen auf vier Tore davonziehen (21:25). Den Vorsprung gab der Favorit nicht mehr her, auch wenn die DHB-Auswahl nie aufgab und durch Behrend wenige Sekunden vor Schluss sogar die Chance zum Ausgleich hatte. Sie scheiterte jedoch an der dĂ€nischen TorhĂŒterin.

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