Handball-EM-Qualifikation, Deutsche Handball-Nationalmannschaft

Handball: Deutschland besiegt Slowakei mit 39:27

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 19:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die DHB-Auswahl gewinnt auch ihr zweites Qualifikationsspiel deutlich und nutzt die Partie zugleich zur Vorbereitung auf das Heimturnier im Januar. Im März wartet mit Italien der nächste Gegner.

Deutschlands Qualifikationskurs

  • Deutschland gewann in Presov gegen die Slowakei mit 39:27 und blieb in der Qualifikationsgruppe ungeschlagen.
  • Lukas Zerbe erzielte sieben Treffer und war damit bester deutscher Werfer.
  • Andreas Wolff bestritt sein 199. Länderspiel und kann bald den 200er-Club erreichen.
  • Im März stehen die Duelle mit Italien und Trainer Bob Hanning an.
  • Kapitän Johannes Golla (r) zeigte in der Abwehr eine Leistungssteigerung. - Bild: František Iván/TASR/dpa
  • Die deutschen Handballer schwören sich auf die Heim-WM ein. - Bild: František Iván/TASR/dpa
  • Andreas Wolff stand in der ersten Halbzeit im Tor und war oft beschäftigungslos. - Bild: František Iván/TASR/dpa
Kapitän Johannes Golla (r) zeigte in der Abwehr eine Leistungssteigerung.  - Bild: František Iván/TASR/dpa Die deutschen Handballer schwören sich auf die Heim-WM ein.  - Bild: František Iván/TASR/dpa Andreas Wolff stand in der ersten Halbzeit im Tor und war oft beschäftigungslos.  - Bild: František Iván/TASR/dpa

Deutschland bleibt in der EM-Qualifikation vorn

Die deutschen Handballer haben in der EM-Qualifikation erneut deutlich gewonnen und die Slowakei in Presov mit 39:27 (24:12) besiegt. Drei Tage nach dem 42:32 gegen Belgien feierte die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel und verteidigte die TabellenfĂĽhrung.

FĂĽr Deutschland war Lukas Zerbe mit sieben Toren der beste Werfer. Die DHB-Auswahl sammelte zugleich weiteres Selbstvertrauen fĂĽr die Heim-WM im Januar.

Slowakei findet kaum Mittel

Die Gastgeber leisteten sich zahlreiche Ballverluste und blieben im Angriff harmlos. Deutschland fĂĽhrte nach zehn Minuten mit 6:3 und setzte sich nach 18 Minuten erstmals mit zehn Toren ab.

Zur Halbzeit lag die deutsche Mannschaft 24:12 vorn. Nach der Pause wechselte Gislason durch und gab unter anderem Niklas Theiß, Tom Kiesler und Mathis Häseler Spielzeit. Dadurch verlief der zweite Durchgang ausgeglichener.

Wolff vor seinem 200. Länderspiel

Andreas Wolff kehrte für sein 199. Länderspiel in den Kader zurück und stand in der ersten Halbzeit im Tor. Spielmacher Juri Knorr fehlte krankheitsbedingt.

Bis auf Niklas Theiß und Tom Kiesler trugen sich alle deutschen Feldspieler in die Torschützenliste ein. Im März trifft Deutschland in der Qualifikation auf Italien, das von Bob Hanning trainiert wird.

Vorbereitung auf die Heim-WM

Zehn Tage vor dem WM-Auftakt gegen Tunesien am 13. Januar in MĂĽnchen beginnt die unmittelbare Vorbereitung. Zwei Testspiele gegen Portugal sollen als letzte Standortbestimmung dienen.

Bundestrainer Gislason will seinen WM-Kader Mitte Dezember bekanntgeben. Deutschland scheiterte zuletzt im Olympia- und im EM-Finale jeweils an Dänemark.

Der deutliche Erfolg in Presov verschafft der deutschen Mannschaft nach dem 42:32 gegen Belgien den zweiten Sieg in der EM-Qualifikation. Die Tabellenführung stärkt die Ausgangslage für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2028, deren Teilnehmerfeld über acht Vierergruppen ermittelt wird.

Sportlich liegt der Schwerpunkt für den DHB derzeit jedoch auf der Heim-WM im Januar. Deutschland trifft zum Auftakt am 13. Januar in München auf Tunesien und nutzt die Qualifikationsspiele zugleich, um Rollen, Belastbarkeit und Alternativen im Kader zu prüfen. Gegen die Slowakei erhielten nach der Pause mehrere jüngere Spieler zusätzliche Einsatzzeit.

WM-Kader bleibt umkämpft

Die bevorstehende Nominierung Mitte Dezember erhöht den Wert solcher Auftritte. Besonders auf den Außenpositionen konkurrieren etablierte Kräfte mit Spielern, die sich zuletzt im Verein und bei ihren ersten Länderspielen empfohlen haben. Die Einordnung der jüngsten Leistungen reicht deshalb über das Ergebnis hinaus: Für Bundestrainer Alfred Gislason geht es auch um die Zusammensetzung des WM-Aufgebots.

Andreas Wolff absolvierte in Presov sein 199. Länderspiel und steht damit vor einem persönlichen Meilenstein. Zugleich zeigen die beiden Kantersiege nur eingeschränkt, wie konkurrenzfähig Deutschland gegen die stärksten WM-Teams ist. Die jüngsten Niederlagen in Olympia- und EM-Finals gegen Dänemark verdeutlichen, dass die entscheidenden Prüfungen erst beim Turnier im eigenen Land warten.

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