Bahnrad-WM: Deutsche Teamsprinterinnen holen Bronze in Shanghai
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Teamsprint-Ergebnisse aus Shanghai
- Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch gewannen das kleine Finale in 46,276 Sekunden.
- China holte Gold in 45,578 Sekunden vor GroĂbritannien mit 45,933 Sekunden.
- Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel belegten in der Qualifikation Rang neun.
Deutsche Teamsprinterinnen kehren auf WM-Podium zurĂŒck
Die deutschen Teamsprinterinnen haben zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai die Bronzemedaille gewonnen. Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch besiegten im kleinen Finale in 46,276 Sekunden die als neutrale Mannschaft startenden russischen Fahrerinnen.
China gewinnt das Finale
Gold ging an China, das im Finale 45,578 Sekunden fuhr und GroĂbritannien mit 45,933 Sekunden auf Rang zwei verwies. FĂŒr Deutschland ist es die erste WM-Medaille im Teamsprint der Frauen seit 2023.
Vier Titel in Serie
Von 2020 bis 2023 hatten Grabosch, Friedrich und Emma Hinze viermal nacheinander WM-Gold gewonnen. In den vergangenen beiden Jahren blieb das deutsche Team in teilweise stark verÀnderter Besetzung ohne Medaille.
Hinze ist in diesem Jahr Mutter eines Sohnes geworden. Bei der Heim-EM in Berlin im kommenden Februar will sie ihr Comeback geben.
MĂ€nner verpassen wichtige Olympia-Punkte
FĂŒr die deutschen MĂ€nner endete der Teamsprint mit einer EnttĂ€uschung. Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel schieden in der Qualifikation auf Platz neun aus und verpassten damit auch wichtige Punkte im Rennen um die Olympia-Teilnahme.
Lavreysen baut Rekord aus
Das niederlÀndische Team war erneut nicht zu schlagen. Superstar Harrie Lavreysen gewann seinen 21. Weltmeistertitel und baute damit seinen Rekord weiter aus.
Die Bronzemedaille in Shanghai beendet fĂŒr das deutsche Frauen-Team eine zweijĂ€hrige WM-Pause auf dem Podium. Zwischen 2020 und 2023 hatte die Kombination aus Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze den Teamsprint viermal nacheinander gewonnen. Danach verĂ€nderte sich die Besetzung, und Deutschland blieb bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften ohne Medaille.
Der Erfolg fĂ€llt in eine Ăbergangsphase: Hinze ist nach der Geburt ihres Sohnes in diesem Jahr nicht am Start und plant ihr Comeback bei der Heim-EM in Berlin im Februar. Mit Schneider, Friedrich und Grabosch verfĂŒgt der deutsche Verband dennoch ĂŒber ein Trio, das bereits bei der ersten Entscheidung der WM konkurrenzfĂ€hig war. Der RĂŒckstand auf China betrug im Finale weniger als sieben Zehntelsekunden.
Olympia-Rennen der MĂ€nner
FĂŒr die MĂ€nner hat der Auftakt dagegen unmittelbare Konsequenzen im Kampf um Olympia-Punkte. Hackmann, Schröter und Spiegel schieden in der Qualifikation auf Rang neun aus und verpassten damit den Einzug in die nĂ€chste Runde. Die niederlĂ€ndische Mannschaft setzte zugleich ihre Dominanz fort; Harrie Lavreysen baute mit seinem 21. WM-Titel den Weltrekord weiter aus.
FĂŒr die deutschen Frauen bleibt der dritte Platz damit zugleich BestĂ€tigung und Ansporn: Der Anschluss an die Weltspitze ist wieder hergestellt, Gold ist nach dem deutlichen chinesischen Sieg aber noch nicht erreicht. Die weiteren WM-Entscheidungen werden zeigen, ob sich dieser Auftakt in weiteren Medaillen niederschlĂ€gt.
