Bahnrad-WM, Maximilian Dörnbach

Bahnrad-WM: Dörnbach holt Silber, Frauen-Vierer Bronze

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Maximilian Dörnbach überrascht im Keirin mit seiner ersten WM-Medaille, während der deutsche Frauen-Vierer seine zweite Medaille in Shanghai gewinnt. Für Lea Sophie Friedrich bleibt nach dem Viertelfinal-Aus noch der Keirin-Wettbewerb.

Deutschlands Medaillenbilanz in Shanghai

  • Maximilian Dörnbach gewann im olympischen Keirin Silber hinter Harrie Lavreysen.
  • Der deutsche Frauen-Vierer setzte sich im kleinen Finale in 4:10,554 Minuten gegen die Niederlande durch.
  • Deutschland hat nach zwei WM-Tagen insgesamt drei Medaillen gesammelt.
  • Lea Sophie Friedrich schied im Sprint-Viertelfinale gegen Mina Sato aus.
  • Maximilian Dörnbach gewinnt WM-Silber. (Archivbild) - Bild: Ernesto Guevara/Agencia Uno/dpa
  • Der deutsche Frauen-Vierer hat WM-Bronze gewonnen. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
Maximilian Dörnbach gewinnt WM-Silber. (Archivbild) - Bild: Ernesto Guevara/Agencia Uno/dpa Der deutsche Frauen-Vierer hat WM-Bronze gewonnen. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

Deutsche Bahnradfahrer holen zwei Medaillen in Shanghai

Maximilian Dörnbach hat bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai Silber im olympischen Keirin gewonnen, der deutsche Frauen-Vierer holte Bronze. Damit sammelte das deutsche Team am zweiten Wettkampftag zwei weitere Medaillen und steht insgesamt bei drei.

Dörnbach fährt hinter Lavreysen zu Silber

Der 30-Jährige setzte sich im Rennen bei Tempo 70 taktisch klug hinter dem Niederländer Harrie Lavreysen fest und fuhr auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Japaner Shinji Nakano.

Für Dörnbach ist es die erste WM-Medaille seiner Karriere. Zuvor hatte er im Keirin zweimal EM-Silber gewonnen. Für Deutschlands Männer-Sprinter ist es zugleich die erste WM-Medaille seit 2021.

Lavreysen baut seine Rekordbilanz aus

Lavreysen gewann seinen 22. WM-Titel und stellte damit den Rekord weiter auf. Der Niederländer hat außerdem fünf Olympiasiege und 14 EM-Titel gesammelt.

Frauen-Vierer gewinnt kleines Finale

Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und die 20-jährige Messane Bräutigam schlugen die Niederlande im kleinen Finale in 4:10,554 Minuten. Der deutsche Vierer hatte den Einzug in den Endlauf knapp verpasst, weil sich Italien gegen das Team durchsetzte.

Gold gewann Großbritannien im Finale gegen Italien. Deutschland gilt in der Mannschaftsverfolgung seit Jahren als medaillenstark.

Friedrich scheitert im Sprint

Die achtmalige Weltmeisterin Lea Sophie Friedrich schied im Viertelfinale gegen die Japanerin Mina Sato aus. Friedrich verlor beide Läufe; Sato hatte zuvor auch Pauline Grabosch bezwungen.

Im Keirin bleibt Friedrich die letzte Chance auf eine Einzelmedaille. Tim Torn Teutenberg wurde im Scratch Sechster, seine Schwester Lea Lin belegte im Ausscheidungsfahren Rang sieben.

Die deutschen Ergebnisse in Shanghai verbinden eine überraschende Einzelleistung mit der erwartbaren Stärke des Frauen-Vierers. Maximilian Dörnbach nutzte im Keirin die Möglichkeit, sich hinter Harrie Lavreysen taktisch klug im Windschatten zu halten, und sicherte damit die erste deutsche Männer-Sprintmedaille bei einer Weltmeisterschaft seit 2021.

Für den Frauen-Vierer bleibt Bronze dagegen hinter den jüngsten WM-Ergebnissen zurück. Das Team hatte bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften jeweils Silber gewonnen. In Shanghai verpasste die Auswahl den Finaleinzug gegen Italien knapp, setzte sich im kleinen Finale aber gegen die Niederlande durch. Die Zeit von 4:10,554 Minuten unterstreicht, dass die Entscheidung um die Medaillen eng ausfiel.

WM als Weg nach Los Angeles

Die Titelkämpfe in Shanghai haben zudem Bedeutung über die Medaillen hinaus: Bei der WM können erstmals Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2028 gesammelt werden. Das erhöht den sportlichen Wert jeder Platzierung und macht die Mannschaftsverfolgung zu einem wichtigen Baustein für die kommenden Jahre.

Nach zwei Wettkampftagen steht Deutschland mit drei Medaillen da. Für Lea Sophie Friedrich bleibt im Keirin eine weitere Möglichkeit, ihre persönliche Bilanz zu verbessern; zugleich zeigt ihr Ausscheiden im Sprint-Viertelfinale, wie eng die internationale Spitze besetzt ist.

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