Bahnrad-WM: Grabosch holt Gold über 1.000 Meter in Shanghai
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 15:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGraboschs Einzelpremiere in Shanghai
- Grabosch setzte sich im Finale gegen Hetty van den Wouw und Sofie van Rooijen durch.
- Die Magdeburgerin hatte zuvor vier WM-Titel im Teamsprint gewonnen.
- Deutschland lag vor dem Schlusstag bei sechs Medaillen.
Pauline Grabosch gewinnt WM-Gold in Shanghai
Bahnradsprinterin Pauline Grabosch hat bei den Weltmeisterschaften in Shanghai die erste Goldmedaille für das deutsche Team gewonnen. Im 1.000-Meter-Zeitfahren siegte die 28 Jahre alte Magdeburgerin in 1:04,572 Minuten vor den Niederländerinnen Hetty van den Wouw und Sofie van Rooijen.
Erster Einzeltitel für Grabosch
Grabosch verwies van den Wouw mit 1:05,223 Minuten und van Rooijen mit 1:05,398 Minuten auf die Plätze. Für die deutsche Sprinterin ist es das erste Einzel-Gold bei einer Weltmeisterschaft.
Zwischen 2020 und 2023 hatte Grabosch gemeinsam mit Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze viermal in Serie WM-Gold im Teamsprint gewonnen. „Es bedeutet die Welt für mich. Ich habe jede Sekunde auf dem Podium genossen“, sagte die Weltmeisterin nach der Siegerehrung in Shanghai.
Klein und Teutenberg holen Bronze
Lisa Klein gewann das kleine Finale der Einerverfolgung über 4.000 Meter gegen die Italienerin Martina Alzini. Gold und Silber gingen an die Britinnen Millie Couzens und Josie Knight.
Tim Torn Teutenberg belegte im Omnium den dritten Rang. Der 24 Jahre alte Kölner kam im abschließenden Punktefahren auf 115 Punkte und lag damit hinter dem Portugiesen Iuri Leitao mit 149 Punkten sowie dem Niederländer Fabio van den Bossche mit 129 Punkten.
Deutsches Team vor dem Schlusstag
Vor dem letzten Wettkampftag hat das deutsche Bahnrad-Team in Shanghai sechs Medaillen gewonnen. Grabosch hatte zum Auftakt mit Clara Schneider und Lea Sophie Friedrich Bronze im Teamsprint geholt.
Maximilian Dörnbach gewann Silber im Keirin. Bronze gab es außerdem für den Frauen-Vierer mit Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Messane Bräutigam.
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Graboschs Sieg ordnet sich in eine starke Zwischenbilanz des deutschen Bahnrad-Teams bei den Weltmeisterschaften in Shanghai ein. Besonders bedeutsam ist der Erfolg für die 28-Jährige selbst: Nach vier Teamsprint-Titeln zwischen 2020 und 2023 gewann sie erstmals einen WM-Titel in einer Einzeldisziplin.
Erfolg im olympischen Zeitfahrformat
Das 1.000-Meter-Zeitfahren verlangt eine Kombination aus explosiver Beschleunigung, hoher Endgeschwindigkeit und präziser Renneinteilung. Graboschs Zeit von 1:04,572 Minuten lag deutlich vor den beiden niederländischen Konkurrentinnen und unterstreicht ihre Rolle als internationale Spitzensprinterin.
Für das deutsche Team erhöht der Erfolg die Ausbeute vor dem Schlusstag auf sechs Medaillen. Neben Graboschs Gold gehören dazu unter anderem Silber im Keirin, Bronze im Teamsprint und Bronze für den Frauen-Vierer. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland in mehreren Bahnrad-Disziplinen konkurrenzfähig bleibt.
Mehrere deutsche Medaillenchancen genutzt
Auch Lisa Klein und Tim Torn Teutenberg trugen am vierten WM-Tag zur Bilanz bei. Kleins Bronze in der Einerverfolgung und Teutenbergs dritter Platz im Omnium erweitern die Medaillenbreite über den Sprintbereich hinaus.
Die Weltmeisterschaften enden am Sonntag. Für die deutschen Fahrerinnen und Fahrer bietet der Schlusstag damit weitere Möglichkeiten, die bereits starke Bilanz in Shanghai auszubauen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDF: „Bahnrad-WM in Shanghai: Grabosch sprintet zum Titel“ (17.10.2026)
Das ZDF hebt Graboschs erstes WM-Einzelgold und ihre klare Qualifikations- und Finalleistung hervor. Der Beitrag ordnet den Erfolg zudem über ihre bisherigen Teamsprint- und Einzelmedaillen ein.
rbb24: „Bahnrad-WM: Pauline Grabosch gewinnt Gold-Medaille im 1.000-Meter-Zeitfahren“ (17.10.2026)
rbb24 betont Graboschs Verbindung zum RSC Cottbus und die Bedeutung des Sieges als ersten deutschen Titel in Shanghai. Im Mittelpunkt stehen außerdem ihre zweite Medaille bei dieser WM und die weiteren deutschen Erfolge im Keirin.
Beide Beiträge bestätigen den Sieg und die Zeit von 1:04,572 Minuten. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Einordnung früherer Erfolge und bei der Gewichtung der deutschen Gesamtbilanz.
