Bahnrad-WM: Grabosch holt Gold über 1.000 Meter in Shanghai
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 16:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWeitere deutsche Medaillen in Shanghai
- Pauline Grabosch gewann in Shanghai mit 1:04,572 Minuten vor zwei Niederländerinnen.
- Lisa Klein setzte sich im kleinen Finale der 4.000-Meter-Einerverfolgung gegen Martina Alzini durch.
- Tim Torn Teutenberg holte im Omnium mit 115 Punkten Bronze hinter Iuri Leitao und Fabio van den Bossche.
Grabosch gewinnt in Shanghai erstmals WM-Gold im Einzel
Bahnradsprinterin Pauline Grabosch hat bei den Weltmeisterschaften in Shanghai die erste Goldmedaille für das deutsche Team gewonnen. Im 1.000-Meter-Zeitfahren siegte die 28 Jahre alte Magdeburgerin in 1:04,572 Minuten vor den Niederländerinnen Hetty van den Wouw und Sofie van Rooijen.
Erster Einzel-Titel für die Magdeburgerin
Für Grabosch ist es das erste Einzel-Gold bei einer Weltmeisterschaft. Zwischen 2020 und 2023 hatte sie gemeinsam mit Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze viermal in Serie WM-Gold im Teamsprint gewonnen.
„Es bedeutet die Welt für mich“, sagte die Weltmeisterin nach der Siegerehrung. Sie habe nicht geglaubt, dass viele Menschen mit einem WM-Titel über 1.000 Meter gerechnet hätten.
Klein und Teutenberg holen weiteres Edelmetall
Lisa Klein gewann das kleine Finale der Einerverfolgung über 4.000 Meter gegen die Italienerin Martina Alzini. Gold und Silber gingen an die Britinnen Millie Couzens und Josie Knight.
Tim Torn Teutenberg sicherte sich im Omnium mit 115 Punkten Bronze. Vor ihm lagen der Portugiese Iuri Leitao mit 149 Punkten und der Belgier Fabio van den Bossche mit 129 Punkten.
Deutsches Team steht bei sechs Medaillen
Vor dem Schlusstag haben die deutschen Bahnradfahrerinnen und Bahnradfahrer in Shanghai sechs Medaillen gewonnen. Grabosch hatte zum Auftakt mit Clara Schneider und Lea Sophie Friedrich Bronze im Teamsprint geholt.
Maximilian Dörnbach gewann Silber im Keirin. Bronze gab es außerdem für den Frauen-Vierer mit Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Messane Bräutigam.
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Graboschs Sieg verbindet zwei Entwicklungen im deutschen Bahnradsport: die anhaltende Stärke des Sprintteams und den persönlichen Schritt von einer vielfach erfolgreichen Teamsprinterin zur Einzel-Weltmeisterin. Zwischen 2020 und 2023 hatte sie im Teamsprint vier WM-Titel gewonnen; der Erfolg in Shanghai erweitert diese Bilanz um ihren ersten WM-Titel in einer Einzeldisziplin.
Das 1.000-Meter-Zeitfahren verlangt neben hoher Antrittsschnelligkeit auch die Fähigkeit, das Tempo über eine komplette Runde zu halten. Grabosch setzte sich dabei mit deutlichem Abstand gegen beide niederländischen Finalistinnen durch. Ihre Zeit von 1:04,572 Minuten lag mehr als sechs Zehntelsekunden vor Hetty van den Wouw.
Deutsches Team sammelt weiter Medaillen
Der Erfolg fällt in eine starke Zwischenbilanz der deutschen Mannschaft. Neben Graboschs Gold kamen in Shanghai Medaillen im Teamsprint, Keirin, Frauen-Vierer, in der Einerverfolgung und im Omnium hinzu. Lisa Klein und Tim Torn Teutenberg sorgten am vierten Wettkampftag für weitere Podiumsplätze.
Für die deutschen Fahrerinnen und Fahrer bleibt damit auch vor dem Schlusstag die Breite des Teams sichtbar. Graboschs Sieg setzt zugleich einen individuellen Höhepunkt: Er zeigt, dass die erfahrene Sprinterin auch außerhalb der Teamdisziplin um einen WM-Titel fahren kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDF: „Bahnrad-WM in Shanghai: Grabosch sprintet zum Titel“ (17.10.2026)
Der Beitrag bestätigt Graboschs Sieg und hebt ihre Dominanz in Qualifikation und Finale sowie das erste WM-Einzelgold ihrer Karriere hervor. Anders als die dpa-Meldung ordnet er zusätzlich ihre frühere Einzelmedaille und den Weg von der Teamsprinterin zur Einzelweltmeisterin ein.
rbb24: „Bahnrad-WM: Pauline Grabosch gewinnt Gold-Medaille im 1.000-Meter-Zeitfahren“ (17.10.2026)
Der rbb bestätigt die Zeit, die Platzierungen und Graboschs zweite Medaille in Shanghai. Der Schwerpunkt liegt auf ihrer Verbindung zum RSC Cottbus und der deutschen Medaillenbilanz; im Mittelpunkt der dpa-Meldung stehen zusätzlich Klein und Teutenberg.
Beide Beiträge stimmen beim Gold für Grabosch und ihrem ersten WM-Einzeltitel überein. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der ergänzenden Einordnung ihrer bisherigen Einzel- und Teamkarriere sowie bei der Darstellung der deutschen Gesamtbilanz.
