Alexander Zverev, Shanghai Masters

Alexander Zverev bezwingt Bublik und wird Nummer eins

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 15:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev bezwingt Alexander Bublik in Shanghai trotz Knöchelproblemen und steht im Viertelfinale. Der Aufstieg an die Spitze der Weltrangliste ist dem Deutschen bereits sicher.

Alexander Zverev steht im Viertelfinale von Shanghai. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Alexander Zverev steht im Viertelfinale von Shanghai. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Zverevs Ranglistenaufstieg nimmt Gestalt an

  • Zverev bezwang Alexander Bublik aus Kasachstan in Shanghai mit 7:6, 4:6 und 7:6.
  • Der 29-Jährige wehrte im ersten Satz mehrere Satzbälle ab und gewann den entscheidenden Tiebreak mit 7:1.
  • Im Viertelfinale trifft der Hamburger auf den Australier Alex de Minaur.

Alexander Zverev hat beim Masters-1000-Turnier in Shanghai das Viertelfinale erreicht und dabei einen Nerven-Krimi gegen Alexander Bublik gewonnen.

Enges Duell bis zum letzten Tiebreak

Der Deutsche setzte sich mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:1) durch, obwohl ihn erneut Probleme am Knöchel beeinträchtigten.

Im ersten Satz lieferten sich beide Spieler ein Duell auf Augenhöhe, in dem sie bei eigenem Aufschlag kaum Chancen zuließen. Zverev musste im Tiebreak mehrere Satzbälle abwehren, bevor er den Durchgang für sich entschied.

Bublik erhöht den Druck

Im zweiten Satz fand der Kasache zunehmend Lösungen in längeren Ballwechseln und nutzte eine Schwächephase Zverevs zum ersten Break der Partie.

Auch im dritten Durchgang geriet Zverev zunächst ins Hintertreffen. Danach stabilisierte er sich, brachte seine Aufschlagspiele durch und dominierte den entscheidenden Tiebreak mit 7:1.

Nummer eins in den kommenden Wochen

Unabhängig vom weiteren Verlauf in Shanghai wird Zverev in den kommenden Wochen Platz eins der Tennis-Weltrangliste übernehmen. Sollte er das Turnier gewinnen, würde ihm dafür bereits ein Halbfinaleinzug in Wien in zwei Wochen reichen.

Aktuell führt noch Jannik Sinner die Weltrangliste an. Der Südtiroler hat wegen anhaltender Knieprobleme sein Saisonende erklärt und kann seine gute Punkteausbeute aus dem Vorjahr nicht verteidigen.

De Minaur wartet im Viertelfinale

Vor seinem Achtelfinalsieg war Zverev in Shanghai gegen Quentin Halys umgeknickt. Gegen Alex de Minaur folgt nun die nächste Prüfung auf dem Weg zur Spitze.

Bislang war Boris Becker der einzige deutsche Mann an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Becker führte die Rangliste 1991 zweimal an und stand insgesamt zwölf Wochen auf Platz eins.

Der Weg an die Spitze

Alexander Zverevs Aufstieg zum Weltranglistenersten verbindet sportliche Konstanz mit einer besonderen Ausgangslage im Kalender. Jannik Sinner kann seine Punkte aus dem Vorjahr wegen seines vorzeitigen Saisonendes nicht verteidigen. Dadurch verschiebt sich das Kräfteverhältnis an der Spitze zugunsten des Deutschen.

Für Zverev zählt in Shanghai dennoch nicht nur die Rangliste. Das Masters-1000-Turnier ist eines der wichtigsten Wettbewerbe der verbleibenden Saison. Der Sieg gegen Alexander Bublik zeigt, dass er auch unter körperlicher Belastung enge Partien entscheiden kann. Gegen Alex de Minaur wartet nun ein Gegner, der lange Ballwechsel erzwingen und Zverevs Beweglichkeit testen dürfte.

Historische deutsche Marke

Mit dem bevorstehenden Sprung auf Platz eins würde Zverev bei den Männern erst als zweiter Deutscher nach Boris Becker die Spitze erreichen. Becker stand insgesamt zwölf Wochen an erster Stelle. Für Zverev wäre der Status damit nicht nur eine Momentaufnahme, sondern der vorläufige Höhepunkt einer Saison mit großen Turniererfolgen.

Die Knöchelprobleme bleiben zugleich ein sportlicher Faktor. Zverev ist in Shanghai bereits gegen Quentin Halys umgeknickt und musste gegen Bublik erneut durch ein langes Drei-Satz-Match. Im Viertelfinale wird deshalb neben der Ranglistenperspektive auch entscheidend sein, wie belastbar sein Körper gegen de Minaur ist.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „Tennis: Alexander Zverev wird Nummer eins der Weltrangliste“ (12.10.2026)

Der Bericht hebt hervor, Zverev werde die Saison als Weltranglistenerster beenden, nachdem Carlos Alcaraz in Shanghai ausgeschieden sei. Anders als die aktuelle Meldung richtet der Artikel den Schwerpunkt auf die rechnerische Absicherung des Jahresendstands und ordnet Zverev als zweiten deutschen Mann an der Spitze ein.

Tagesspiegel: „Tennis: 60. Sieg in 2026: Zverev in Shanghai weiter“ (11.10.2026)

Der Artikel beschreibt den vorherigen Sieg gegen Quentin Halys, durch den Zverev das Achtelfinale erreicht habe, und betont neben dem 60. Saisonsieg die Beschwerden am Knöchel. Damit bestätige er die Vorgeschichte des aktuellen Matches, setze den Schwerpunkt aber auf den Schritt vor dem Duell mit Bublik.

Beide Berichte ordnen Zverevs Aufstieg als Folge der sportlichen Ergebnisse und der veränderten Punktesituation ein. Der Spiegel-Bericht fokussiere den bereits feststehenden Jahresendstand, während der Tagesspiegel die unmittelbare Turnierentwicklung und die körperliche Belastung hervorhebe.

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