Djokovic nach Medwedew-Disqualifikation im Finale von Peking
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 17:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNovak Djokovic steht nach der Disqualifikation seines Halbfinalgegners Daniil Medwedew im Finale des ATP-Turniers in Peking.
Ball trifft Zuschauer
Der Russe schlug gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum und traf einen Zuschauer im Gesicht. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.
Beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 wurde Djokovic nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt. Im Endspiel an diesem Dienstag trifft der 39 Jahre alte Serbe auf den Australier Alex de Minaur.
Djokovic zeigt Mitgefühl
„Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt“, sagte Djokovic. Zugleich äußerte er sein Bedauern für Medwedew und verwies darauf, dass er selbst bei den US Open 2020 disqualifiziert worden war.
Hochklassiges Duell vor dem Eklat
Vor dem vorzeitigen Ende lieferten sich beide Spieler ein intensives Halbfinale. Der erste Satz dauerte 1:19 Stunden, ehe sich Djokovic mit 7:5 durchsetzte.
Beiden waren die Strapazen anzumerken. Djokovic wirkte angeschlagen und stützte die Hände wiederholt auf die Oberschenkel. Medwedew imitierte seinen Gegner mehrfach, nahm nach einem Aufschlagverlust zum 2:4 eine Behandlungspause, schaffte danach das Rebreak und gab seinen Aufschlag kurz darauf erneut ab.
Ungeschlagen in Peking
Djokovic hat in Peking bislang kein Spiel verloren und verließ nun zum 33. Mal als Sieger den Platz. Im Viertelfinale hatte er Alexander Zverev bezwungen.
Disqualifikation verändert das Halbfinale
Die Disqualifikation beendet ein sportlich enges Halbfinale vorzeitig. Djokovic führte nach einem langen ersten Satz und einem Rebreak im zweiten Durchgang bereits mit 7:5, 5:3; der Vorfall entschied damit ein Match, in dem der Serbe auf dem Weg ins Endspiel lag, aber noch keinen regulären Matchball ausgespielt hatte.
Für Medwedew ist der Vorgang besonders folgenreich, weil Ballaktionen in Richtung Publikum im Tennis als schweres Fehlverhalten gewertet werden können. Die Entscheidung des Oberschiedsrichters folgt dabei nicht der sportlichen Qualität des Matches, sondern dem Schutz der Zuschauer und den Verhaltensregeln des Wettbewerbs. Djokovic verwies zugleich auf seine eigene Disqualifikation bei den US Open 2020.
Djokovic mit besonderer Bilanz in Peking
Das Endspiel gegen Alex de Minaur bietet Djokovic die Möglichkeit, seine außergewöhnliche Bilanz beim Turnier weiter auszubauen. Nach der dpa-Meldung hat der 39-Jährige in Peking bislang kein Match verloren und steht zum 33. Mal als Sieger auf dem Platz. Ein weiterer Erfolg würde seine Serie und seine Stellung als prägende Figur des Turniers unterstreichen.
Bedeutung für das Finale
Die Belastung aus dem langen Halbfinale bleibt dennoch ein Faktor: Beide Spieler wirkten im Verlauf körperlich gefordert, Djokovic stützte sich wiederholt auf die Oberschenkel, Medwedew nahm eine Behandlungspause. Für das Finale ist deshalb nicht nur Djokovics Erfahrung entscheidend, sondern auch, wie gut er die körperlichen Strapazen verarbeitet.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
WEB.DE: „Medwedew schießt Fan ab und wird disqualifiziert – Djokovic nach Eklat im Finale“ (05.10.2026)
Der Bericht bestätige die Disqualifikation nach dem Treffer eines Zuschauers und hebe hervor, Djokovic habe bei 7:5, 5:3 geführt. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setze der Artikel auf Djokovics Serie von 33 Siegen in Peking, die bevorstehende Partie gegen Alex de Minaur und die Bedeutung eines möglichen siebten Titels; offen bleibe auch dort der Gesundheitszustand des getroffenen Fans.
Der Bericht ordne den Vorfall zudem über Djokovics eigene Disqualifikation bei den US Open 2020 ein. Damit bestätige er den Ablauf der dpa-Meldung und verbinde ihn mit einer früheren Erfahrung des Serben.
