MatchbÀlle abgewehrt: Seidel im Achtelfinale von Cincinnati
12.08.2025 - 19:49:38 | dpa.deTennisspielerin Ella Seidel hat ihren sensationellen Erfolgslauf beim letzten Masters-Turnier vor den US Open fortgesetzt. Die 20 Jahre alte Hamburgerin zog durch ein 6:4, 2:6, 7:6 (8:6) gegen die Amerikanerin McCartney Kessler (26) ins Achtelfinale von Cincinnati ein und feierte damit den bislang gröĂten Erfolg ihrer Karriere.Â
FĂŒr die Weltranglisten-124. war es erst der zweite Sieg gegen eine Top-50-Spielerin. In der Runde zuvor hatte Seidel völlig unerwartet die an Nummer acht gesetzte Amerikanerin Emma Navarro rausgeworfen. Auch ihr Sieg davor gegen die deutlich höher eingeschĂ€tzte Russin Polina Kudermetowa war eine Ăberraschung.Â
Im Kampf um das Viertelfinal-Ticket trifft Seidel nun auf die Französin Varvara Gracheva oder die Tschechin Karolina Muchova. Ihr groĂer Erfolg in Cincinnati ist auch deshalb so ĂŒberraschend, weil Seidel sich beim Wimbledon-DebĂŒt am rechten FuĂ verletzt hatte und sich lĂ€ngst noch nicht in Topform sah.Â
Seidel mit GlĂŒck, NervenstĂ€rke und gutem Aufschlag
Nach einem nervösen Start mit vielen erzwungenen Fehlern fing sich die Deutsche und holte sich nicht unverdient den ersten Satz. Doch nach einer Toilettenpause kam Kessler deutlich konzentrierter zurĂŒck und lieĂ Seidel in Durchgang zwei kaum eine Chance.Â
Auch im dritten Satz war Kessler die etwas bessere Spielerin. Doch Seidel konnte sich auf ihren ersten Aufschlag verlassen und kÀmpfte sich in den Tiebreak. Dort wehrte sie nervenstark zwei MatchbÀlle ab und nutzte ihrerseits den ersten Matchball nach 2:24 Stunden.
Zverev schlÀgt in der Nacht auf
Das mit rund 5,2 Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) dotierte WTA-Turnier im US-Bundesstaat Ohio ist fĂŒr viele Profis die Generalprobe vor dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison in New York. Die ĂŒbrigen deutschen Starterinnen Laura Siegemund, Eva Lys und Tatjana Maria sind bereits ausgeschieden.
Bei den Herren ist nur noch Alexander Zverev dabei. Der Olympiasieger von Tokio trifft zu deutscher Zeit in der Nacht zu Mittwoch auf den Amerikaner Brandon Nakashima.
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