Sinner sagt Shanghai ab: Zverev rĂŒckt Nummer 1 nĂ€her
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 12:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSJannik Sinner verzichtet wegen Knieproblemen auch auf das Masters-Turnier in Shanghai, wodurch Alexander Zverev der FĂŒhrung in der Tennis-Weltrangliste weiter nĂ€herkommt.
Sinner sagt Shanghai ab
Das Turnier findet vom 7. bis 18. Oktober statt. âIch habe es immer sehr genossen, vor den Fans in Shanghai zu spielen, und es tut mir wirklich leid, dass ich nĂ€chste Woche nicht dabei sein kannâ, schrieb Sinner bei Instagram.
Der 25-jÀhrige Italiener fehlt bereits beim Turnier in Peking, wo Zverev im Achtelfinale steht. Sinner muss wegen Knieproblemen pausieren.
Zweiter Deutscher an der Spitze
Zverev könnte nach Boris Becker erst der zweite deutsche Tennisprofi an die Spitze der MĂ€nner-Weltrangliste gelangen. Becker fĂŒhrte das Ranking insgesamt zwölf Wochen an.
FĂŒr den dreimaligen Wimbledonsieger ist es nur noch âeine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wirdâ, sagte Becker wĂ€hrend der US Open bei âsporteurope.tvâ.
RĂŒckstand deutlich geschrumpft
Zuletzt hatte Zverev mit dem Triumph bei den US Open seinen zweiten Grand-Slam-Sieg gefeiert. In der Weltrangliste fehlen ihm aktuell nur noch 1.330 Punkte auf Sinner.
Anfang Februar hatte Zverev nach den Australian Open noch mehr als 9.000 Punkte RĂŒckstand auf den damals fĂŒhrenden Carlos Alcaraz und knapp 5.700 Punkte auf Sinner. Durch Sinners erneute Absage steigen Zverevs Chancen auf den Tennis-Thron weiter.
Ranglistenrennen mit klarer Dynamik
Jannik Sinners Ausfall in Peking hatte Zverev bereits einen wichtigen Vorteil verschafft. Der Italiener konnte seinen Titel dort nicht verteidigen, wĂ€hrend Zverev mit seinem Auftaktsieg weitere Punkte sammeln konnte. Vor Beginn des Turniers betrug der RĂŒckstand des Deutschen auf den Weltranglistenersten nach damaliger Berechnung 1.370 Punkte.
Die Absage fĂŒr Shanghai verstĂ€rkt diesen Effekt. Sinner muss dort 550 Punkte aus dem Vorjahr verteidigen, wĂ€hrend Zverev in beiden chinesischen Turnieren nur vergleichsweise wenige Punkte zu verlieren hat. Entscheidend bleibt deshalb nicht allein Sinners Pause, sondern auch, wie weit Zverev in Peking und Shanghai kommt.
Bedeutung fĂŒr Zverev und Tennisfans
Ein Platz an der Spitze wĂ€re fĂŒr Zverev ein historischer Erfolg: Nach Boris Becker könnte er der zweite deutsche MĂ€nner-Spieler auf Rang eins werden. Becker fĂŒhrte die Weltrangliste zwölf Wochen an. Zverev hat nach zwei Grand-Slam-Siegen in dieser Saison nun die Möglichkeit, seine Position auch ĂŒber mehrere Turniere hinweg zu bestĂ€tigen.
Nach der China-Serie folgen weitere wichtige Stationen des Tennisjahres, darunter das Masters in Paris und die ATP-Finals in Turin. Sinner hat dort aus dem Vorjahr viele Punkte zu verteidigen. FĂŒr Zverev eröffnet sich damit ein konkretes Zeitfenster, die FĂŒhrung bereits im Herbst zu ĂŒbernehmen â vorausgesetzt, er nutzt seine Chancen sportlich.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: âNahezu unschlagbar: Zverev baut unglaubliche Bilanz weiter ausâ (01.10.2026)
Der Bericht hebe Zverevs Auftaktsieg in Peking und seine starke Bilanz gegen LinkshĂ€nder hervor. Zugleich rechne er vor, dass Zverev bei Erfolgen in Peking und Shanghai und bei Sinners Abwesenheit am 18. Oktober erstmals die Nummer eins werden könne; die erneute Absage fĂŒr Shanghai sei zum Veröffentlichungszeitpunkt jedoch noch nicht enthalten.
Frankfurter Rundschau: âAlexander Zverev jetzt live im TV und Stream â die Nummer 1 rĂŒckt immer nĂ€herâ (02.10.2026)
Der Artikel betone Zverevs starke Saison und die Bedeutung der Asien-Turniere fĂŒr den Kampf um Platz eins. Anders als die aktuelle Meldung befasse er sich noch mit der offenen Frage, ob Sinner in Shanghai antreten werde, und verweise zusĂ€tzlich auf die spĂ€teren Saisonhöhepunkte in Paris und Turin.
Beide Berichte bestÀtigten die wachsenden Chancen Zverevs und stellten seine Resultate sowie die zu verteidigenden Punkte in den Mittelpunkt. Offen geblieben sei in ihnen noch Sinners Teilnahme in Shanghai, die nun abgesagt worden sei.
