ATP, WTA

Finals in Saudi-Arabien? Stars drÀngen auf schnelle KlÀrung

26.08.2023 - 07:22:07 | dpa.de

Zwei Monate vor den WTA Finals steht der Ausrichter noch nicht fest. Ob das Turnier erstmals nach Saudi-Arabien vergeben werden könnte, wird auch bei den US Open debattiert.

Iga Swiatek fordert eine schnelle Entscheidung ĂŒber den Ausrichtungsort der WTA Finals. - Foto: Leslie Billman/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

Mehrere Top-Tennisspielerinnen haben Spekulationen ĂŒber Saudi-Arabien als Austragungsort fĂŒr die WTA Finals zurĂŒckhaltend kommentiert und drĂ€ngen auf eine schnelle KlĂ€rung durch die Damen-Profiorganisation.

«Es ist ziemlich unglĂŒcklich und nervend, dass wir noch keine Entscheidung haben», sagte die polnische Weltranglistenerste Iga Swiatek in New York vor Beginn der US Open. «Als Spielerinnen können wir nichts machen, es geht um das GeschĂ€ft und die Verhandlungen der WTA, deshalb mĂŒssen wir warten.»

Die Finals der besten acht Spielerinnen des Jahres sollen am 30. Oktober starten, die WTA hat den Gastgeber bislang offen gelassen. Im Vorjahr fand der Jahresabschluss im texanischen Fort Worth statt. Zuletzt gab es Berichte, dass das Turnier erstmals nach Saudi-Arabien vergeben werden könnte. Kritiker sehen in den Investitionen des streng konservativ regierten Königreichs den Versuch einer Imagepolitur, um von VerstĂ¶ĂŸen gegen die Menschenrechte abzulenken.

Hoffnung auf Wandel

Swiatek wie auch andere Spielerinnen wie die Amerikanerin Coco Gauff und Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova aus Tschechien wollten eine mögliche Vergabe der Finals nach Saudi-Arabien inhaltlich noch nicht bewerten. Die Weltranglistendritte Jessica Pegula aus den USA sagte, dass man sehen wolle, dass es eine Art Wandel gebe, wenn das Turnier in Saudi-Arabien stattfinde. «Wenn das Geld stimmt und das Arrangement so ist, dass wir dahinterstehen können, wenn wir dorthin gehen und Wandel schaffen können, dann wĂ€re es okay fĂŒr mich, dort zu spielen», erklĂ€rte das Mitglied des Spielerinnen-Ausschusses.

Die Tunesierin Ons Jabeur sprach sich fĂŒr eine Vergabe nach Saudi-Arabien aus. «Als arabische Spielerin wĂ€re ich aufgeregt, dort zu sein. Ich drĂ€nge auf Wandel, drĂ€nge darauf, Frauen mehr und mehr Möglichkeiten zu geben. Ich weiß, dass in Saudi-Arabien sich Dinge Ă€ndern und entwickeln.»

Bei den Herren werden in Dschidda vom 28. November bis zum 2. Dezember 2023 erstmals die Next Gen ATP Finals stattfinden. Das Turnier wird im Herrentennis fĂŒr die U21-Generation mit den besten Talenten des Jahres organisiert.

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