Ungarn, Schweiz

Ungarn enttÀuscht: Schweiz schlÀgt nÀchsten deutschen Gegner

15.06.2024 - 16:56:26 | dpa.de

Auch vor dem zweiten Vorrunden-Gegner bei der EM muss Deutschland keine Angst haben. Ungarn enttÀuscht beim 1:3 gegen die Schweiz.

  • Die Schweiz startet mit einem 3:1-Erfolg in die Fußball-Europameisterschaft. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Der Schweizer Kwadwo Duah trifft gegen Ungarns TorhĂŒter Peter Gulacsi zum 1-0. - Foto: Marius Becker/dpa
  • Der Schweizer Michel Aebischer (2.v.l) erzielt das Tor zur 2:0-FĂŒhrung gegen Ungarn. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Der Schweizer Schlussmann Yann Sommer (l) kann den Ball von Ungarns BarnabĂĄs Varga nicht abwehren. - Foto: Marius Becker/dpa
Die Schweiz startet mit einem 3:1-Erfolg in die Fußball-Europameisterschaft. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Der Schweizer Kwadwo Duah trifft gegen Ungarns TorhĂŒter Peter Gulacsi zum 1-0. - Foto: Marius Becker/dpa Der Schweizer Michel Aebischer (2.v.l) erzielt das Tor zur 2:0-FĂŒhrung gegen Ungarn. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Der Schweizer Schlussmann Yann Sommer (l) kann den Ball von Ungarns BarnabĂĄs Varga nicht abwehren. - Foto: Marius Becker/dpa

Die Schweiz hat drei Jahre nach dem letzten Viertelfinal-Einzug bei der Fußball-Europameisterschaft erneut die Weichen in Richtung K.o.-Runden-Teilnahme gestellt. Gegen den nĂ€chsten deutschen Vorrunden-Gegner Ungarn gewannen die Eidgenossen verdient mit 3:1 (2:0). Der Ex-NĂŒrnberger Kwadwo Duah (14. Minute), Michel Aebischer (45.) sowie der ehemalige Gladbacher Breel Embolo (90.+3) schossen in Köln die Tore fĂŒr das Team des frĂŒheren Bundesligaprofis Murat Yakin. FĂŒr die enttĂ€uschenden Ungarn war nur BarnabĂĄs Varga (66.) erfolgreich. 

In der Gruppe A sind die Ungarn am Mittwoch (18.00 Uhr) zweiter EM-Gegner des deutschen Teams, das am Freitagabend mit einem fulminanten 5:1 gegen Schottland in das Heimturnier gestartet war. Gegen die Schweiz spielt die DFB-Auswahl am nÀchsten Sonntag (21.00 Uhr).

Das zweite Spiel der Euro 2024 sahen offiziell knapp 47.000 Zuschauer, auf den TribĂŒnen blieben allerdings etliche Sitze frei. Ungarns MinisterprĂ€sident Viktor Orban war dagegen zum EM-Auftakt seines Landes gekommen und dĂŒrfte angesichts des seltsam passiven Auftritts seiner Landsleute schnell bedient gewesen sein. 

Ungarns italienischer Nationaltrainer Marco Rossi bot acht EM-Teilnehmer von 2021 in der Startelf auf. Schon vor drei Jahren hatten es die Ungarn in der deutschen Vorrunden-Gruppe nicht in die K.o.-Runde geschafft. Sollten sie sich nicht deutlich steigern, droht ihnen bei ihrer fĂŒnften EM-Endrunden-Teilnahme auch diesmal wieder das frĂŒhe Aus. In der Form von Samstag jedenfalls braucht das deutsche Team auch vor dem zweiten Vorrunden-Gegner kaum Angst zu haben. 

Die Schweiz, die in Yann Sommer (Inter Mailand), Manuel Akanji (Manchester City) und Granit Xhaka (Bayer Leverkusen) eine Achse von drei Meistern aus europĂ€ischen Topligen auf dem Feld hatte, begann entsprechend selbstbewusst und war von Beginn an klar ĂŒberlegen. Dabei waren sie auch mit einfachen Mitteln und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Tempo im Spiel zumindest in der ersten Halbzeit besser. Die Ungarn ließen ihnen zu viel Platz.

Ihre Überlegenheit nutzten die Schweizer frĂŒh zur verdienten FĂŒhrung, bei der allerdings der Videoschiedsrichter den slowenischen Linienrichter korrigieren musste. Denn der hatte beim Traumpass von Aebischer vom FC Bologna auf den TorschĂŒtzen Duah fĂ€lschlicherweise eine Abseits-Position angezeigt. FĂŒr den 2023 vom 1. FC NĂŒrnberg nach Bulgarien gewechselten StĂŒrmer war es das erste Tor im zweiten A-LĂ€nderspiel.

«Seine Vorbereitung war wirklich ĂŒberzeugend und er ist ein echter MittelstĂŒrmer», begrĂŒndete der Schweizer Nationaltrainer Yakin den Vorzug des TorschĂŒtzen vor dem frĂŒheren Gladbacher Breel Embolo, der nach einer Verletzung noch nicht richtig fit ist.

Und die Eidgenossen hĂ€tten schnell nachlegen mĂŒssen. Ein Geschenk in Form eines nachlĂ€ssigen Zuspiels von Milos Kerkez vom AFC Bournemouth auf Freiburgs Attila Szalai erlief Ruben Vargas in der 20. Minute, doch der Augsburger vergab diese hundertprozentige Möglichkeit und scheiterte an Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi im ungarischen Tor. 

Das ĂŒberfĂ€llige zweite Tor fiel dann noch unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Aebischer schlenzte den Ball ins lange Eck und ließ Gulacsi diesmal keine Chance. Der 27-JĂ€hrige hatte dabei viel zu viel Zeit und wurde an der Strafraumgrenze nicht wirklich attackiert. 

Nach dem Wechsel zog sich die Schweiz zurĂŒck und tat nicht mehr als nötig, um die limitierten Magyaren in Schach zu halten. Und das war keine gute Entscheidung. Der aktuell zuverlĂ€ssigste ungarische Knipser Varga von Ferencvaros setzte sich im Luftkampf gegen Aebischer durch und köpfte zum Anschluss ein. FĂŒr den 29-JĂ€hrigen war es das siebte Tor im neunten Spiel seit seinem LĂ€nderspieldebĂŒt im vergangenen Jahr.

Drei Minuten zuvor hatte Varga noch die bis dahin beste Torchance seines Teams vergeben. Um auch noch zum 2:2 zu kommen, waren die Ungarn aber viel zu harmlos. Im Gegenteil: Das 3:1 fĂŒr Schweiz hatte sich schon Minuten vorher abgezeichnet.

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