WM, Nationalmannschaft

Merz kontert Spott nach WM-Aus: «Stehen zusammen»

30.06.2026 - 13:39:18 | dpa.de

Für Deutschlands Fußballer ist die WM früh vorbei. Der Bundeskanzler ist trotzdem «stolz» auf das DFB-Team. Doch seine Bewertung der Turnierleistung findet wenig Zustimmung. Wie Merz darauf reagiert.

Vor der WM freute sich Bundeskanzler Merz noch auf das Turnier in den USA. (Archivbild)  - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
Vor der WM freute sich Bundeskanzler Merz noch auf das Turnier in den USA. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

Inmitten spöttischer Reaktionen über einen sehr lobenden X-Post nach dem WM-Scheitern der Fußball-Nationalmannschaft hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Kritik gekontert. «Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott», schrieb der CDU-Politiker in einem weiteren Beitrag beim Kurznachrichtendienst. 

Rund elf Stunden zuvor hatte Merz dem DFB-Team trotz der überraschenden Niederlage gegen Außenseiter Paraguay schon in der ersten K.-o.-Runde Lob gezollt und Mut zugesprochen. «Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel», hieß es in einem Beitrag des offiziellen Kanzler-Accounts des CDU-Politikers auf der Plattform X. «Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.»

Diese Reaktion löste allerdings verbreitet Kopfschütteln aus. Viele User fragten, welches Spiel der Kanzler gesehen habe. Die Wortkombination «Welches Spiel» trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Spott.

«Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse», schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Andere Politiker verbanden ihre Reaktion mit bekannten Kritikpunkten an der Politik der Merz-Regierung.

So hieß es auf dem X-Kanal der AfD: «Merz hat sich so sehr daran gewöhnt, die miserable Leistung seiner CDU schönzureden, dass er einfach nicht mehr anders kann.» Sevim Dagdelen vom Bundesvorstand des BSW diagnostizierte «Realitätsverlust auf Kanzlerniveau. Genau wie bei seiner Politik».

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