Mehrere Festnahmen und Verletzte bei Mannheimer Pokalderby
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 07:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSZum Spiel waren rund 23.500 Zuschauer im ausverkauften Carl-Benz-Stadion, darunter etwa 3.500 GÀstefans. Das um 18 Uhr angepfiffene Spiel war in der Vorspielphase zunÀchst weitgehend störungsfrei verlaufen; ein Fanmarsch von rund 2.000 AnhÀngern des 1. FC Kaiserslautern vom Bahnhof Ludwigshafen-Mitte zum Hauptbahnhof Mannheim blieb ohne nennenswerte ZwischenfÀlle.
WĂ€hrend der Partie zĂŒndeten Fans immer wieder teils massive Pyrotechnik. Nach dem Ende der regulĂ€ren Spielzeit kam es zunĂ€chst auf dem Spielfeld zu einer Rudelbildung, die aggressive Stimmung schwappte auf die RĂ€nge ĂŒber. Mannheimer AnhĂ€nger warfen Becher in Richtung der Bank des 1. FC Kaiserslautern, woraufhin GĂ€stefans Raketen in Richtung HaupttribĂŒne abschossen. AnschlieĂend stĂŒrmten Mannheimer Fans den Rasen; PolizeikrĂ€fte drĂ€ngten die Personen mit "Zwangsanwendung" in den Heimblock zurĂŒck. Die EinsatzkrĂ€fte seien zuvor aus dem Heimblock heraus mit pyrotechnischen GegenstĂ€nden und Raketen beschossen worden, so die Polizei.
Dabei wurden 33 Beamte der Bundespolizei und zwei Polizeibeamte aus Baden-WĂŒrttemberg leicht verletzt. Der Anpfiff der VerlĂ€ngerung musste kurzzeitig verschoben werden; nach Wiederaufnahme des Spiels gab es demnach keine weiteren ZwischenfĂ€lle. Nach Spielende brannte im GĂ€stefanblock eine Choreografie; die Berufsfeuerwehr Mannheim löschte den Brand. Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, tĂ€tlichen Angriffs auf Polizeibeamte und VerstöĂen gegen das Sprengstoffgesetz ein und nahm mehrere FuĂballfans vorlĂ€ufig fest. Insgesamt mussten 85 Menschen medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Rund 1.400 Polizeibeamte waren im Einsatz. "Die intensive Vorbereitung aller beteiligten Institutionen und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten haben sich ausgezahlt. Unser taktisches Konzept ging voll auf", sagte Gesamteinsatzleiter Michael Reichert. Im Umfeld des Stadions kam es zeitweise zu Verkehrssperrungen und Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr.
