Olympia 2032, Krokodil

Olympia 2032: Krokodil nahe Ruderstrecke in Rockhampton gesichtet

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 04:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Sichtung eines mehr als drei Meter langen Salzwasserkrokodils nahe Rockhampton verschärft die Debatte über die geplante Olympia-Strecke. Experten sollen nun prüfen, ob das Tier eingefangen und entfernt werden muss.

Olympia-Strecke am Fitzroy River

  • Ein mehr als drei Meter langes Salzwasserkrokodil wurde nahe Rockhampton gesichtet.
  • Die Umweltbehörde von Queensland untersucht den Vorfall und bewertet das Verhalten des Tieres.
  • Oppositionsführer Steven Miles fordert die Veröffentlichung des technischen Gutachtens.
Im Fitzroy River leben zahlreiche Krokodile. (Symbolbild) - Bild: Carola Frentzen/dpa

Krokodil sorgt für Sicherheitsdebatte in Rockhampton

Ein mehr als drei Meter langes Salzwasserkrokodil ist nahe einer geplanten Wettkampfstätte für die Olympischen Spiele 2032 in Australien gesichtet worden. Das Tier tauchte am Wochenende auf dem Gelände des North Rockhampton Golf Clubs auf, wenige Kilometer vom Fitzroy River entfernt.

Umweltbehörde prüft den Vorfall

Auf dem Fluss sollen bei den Spielen in Brisbane die Wettbewerbe der Ruderer und Rennkanuten stattfinden. Die Sichtung löste neue Diskussionen über die Sicherheit der Strecke aus.

Ray Ebert vom australischen Ruderverband Rowing Australia sprach von einem Schock und einem Weckruf für die Verantwortlichen. Er sagte dem Sender ABC: „Es sind nicht die Krokodile, die man sehen kann, um die ich mir Sorgen machen würde, sondern die, die man nicht sehen kann.“

Experten sollen Verhalten beurteilen

Queenslands Regierungschef David Crisafulli spielte die Gefahr herunter und verteidigte Rockhampton als Olympia-Standort. Die Stadt verfüge über jahrzehntelange Erfahrung und eine erstklassige Wettkampfstätte, sagte er.

Die Umweltbehörde des Bundesstaates untersucht die Sichtung. Experten sollen das Verhalten des Tieres beurteilen und entscheiden, ob es eingefangen und entfernt werden muss. Der Reptilienexperte John Lever sprach sich laut ABC dafür aus, alle Krokodile in der Nähe der geplanten Strecke zu entfernen.

Standortwahl bleibt umstritten

Die Wahl des Fitzroy River war bereits zuvor umstritten. Crisafulli hatte im September erklärt, Rockhampton habe eine unabhängige technische Prüfung „mit Bravour“ bestanden.

Oppositionsführer Steven Miles fordert nun die Veröffentlichung des Gutachtens. Darin müsse auch erläutert werden, wie die Krokodil-Gefahr während der Spiele kontrolliert werden solle. Seit Mitte September gab es in der Region drei weitere Krokodil-Sichtungen.

Der Fitzroy River ist Lebensraum zahlreicher Salzwasserkrokodile. Zusätzlich gibt es Bedenken wegen starker Strömungen, häufiger Überschwemmungen und hoher Sedimentmengen. Mehr als 500 Ruderinnen und Ruderer, darunter der australische Olympiasieger Drew Ginn, hatten sich in einem offenen Brief für einen anderen Austragungsort im Südosten Queenslands ausgesprochen.

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