Olympia-Bewerbung, Berlin

Olympia-Bewerbung: Berlins Wahlausgang setzt den DOSB unter Druck

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 12:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach der Berliner Wahl gerät die Olympia-Bewerbung der Hauptstadt unter Druck. Linke und Grüne lehnen das Projekt ab und könnten die künftige Regierung prägen.

  • Hat die Berliner Bewerbung am Samstag noch eine Chance? (Symbolbild) - Bild: Jens Kalaene/dpa
    Hat die Berliner Bewerbung am Samstag noch eine Chance? (Symbolbild) - Bild: Jens Kalaene/dpa
  • Eralp und die Linke sind in Berlin nun die stärkste Kraft. - Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
    Eralp und die Linke sind in Berlin nun die stärkste Kraft. - Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
  • Schedlich sieht kaum noch Chancen für die Berliner Bewerbung. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa
    Schedlich sieht kaum noch Chancen für die Berliner Bewerbung. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa
Hat die Berliner Bewerbung am Samstag noch eine Chance? (Symbolbild) - Bild: Jens Kalaene/dpa Eralp und die Linke sind in Berlin nun die stärkste Kraft. - Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa Schedlich sieht kaum noch Chancen für die Berliner Bewerbung. (Archivbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa

Die Berliner Olympia-Bewerbung steht nach dem Wahlausgang unter Druck, weil Linke und Grüne das Projekt ablehnen und in der Hauptstadtregierung eine wichtige Rolle spielen könnten.

Linke und Grüne als Gegengewicht

Die Linke ist in Berlin als stärkste Kraft aus der Abgeordnetenhauswahl hervorgegangen. Die Partei hatte sich schon in den vergangenen Jahren immer wieder gegen eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen.

Auch die Grünen lehnen eine Berliner Bewerbung ab. Für das Vorhaben wird damit ausgerechnet jene politische Konstellation schwierig, die in Berlin nach der Wahl möglich erscheint.

Entscheidung des DOSB am Samstag

Der Deutsche Olympische Sportbund will am 26. September in Baden-Baden über den deutschen Bewerber entscheiden. Berlin bewirbt sich gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern neben München und der Rhein-Ruhr-Region mit Köln um den Zuschlag für die Spiele 2036, 2040 oder 2044.

Ob sich die Delegierten trotz der veränderten politischen Lage in Berlin für die Hauptstadt entscheiden, gilt als offen. Für die Bewerbung dürfte die Haltung der künftigen Landesregierung bei der finalen Abwägung ein zentrales Signal sein.

Politische Lage in Berlin

Die Berliner Olympia-Bewerbung steht nach dem Wahlausgang vor einer neuen politischen Ausgangslage. Wenn Linke und Grüne in der Hauptstadtregierung eine starke Rolle spielen, wächst der Widerstand gegen ein Projekt, das in der Stadt seit Jahren umstritten ist.

Für den DOSB ist das mehr als ein lokales Signal. Eine deutsche Bewerbung braucht nicht nur sportpolitische Rückendeckung, sondern auch verlässliche Zusagen aus der künftigen Hauptstadtregierung, wenn Berlin als ernsthafter Kandidat auftreten will.

Signal an den DOSB

Der entscheidende Punkt liegt in der Glaubwürdigkeit nach außen. Wer in Berlin eine Bewerbung vorantreibt, muss mit einer Regierung arbeiten, die das Vorhaben politisch trägt oder zumindest nicht aktiv blockiert. Genau daran dürfte es nach dem Wahlergebnis schwieriger werden.

Das erhöht den Druck auf die Berliner Befürworter, ihre Argumente stärker auf Infrastruktur, Sportförderung und die langfristige Wirkung für die Stadt zu stützen. Zugleich zeigt der Fall, wie eng große Sportprojekte mit kommunaler und landespolitischer Mehrheitsbildung verbunden sind.

Bedeutung für die Bewerbung

Für Leserinnen und Leser ist das vor allem deshalb relevant, weil sich die Chancen einer Bewerbung nicht allein an sportlichen Kriterien entscheiden. Politische Mehrheiten, öffentliche Zustimmung und die Frage nach den Kosten spielen bei Olympia heute eine ebenso große Rolle wie die symbolische Strahlkraft einer möglichen Ausrichtung.

Disclaimer...

de | sport | 70143696 |