Aicher hÀlt Druck hoch: Entscheidung erst im Weltcup-Finale
15.03.2026 - 14:22:52 | dpa.deSpĂŒrbar erleichtert stieĂ US-Skistar Mikaela Shiffrin nach ihrem achten Slalom-Saisonsieg einen Freudenschrei aus. Emma Aicher applaudierte ihrer hĂ€rtesten Konkurrentin um die groĂe Kristallkugel anerkennend. Im Kampf um den Gesamtweltcup hat Shiffrin den Vorsprung auf ihre Verfolgerin wieder etwas ausgebaut und liegt vor der letzten Weltcup-Station dieses Winters 140 ZĂ€hler vor der deutschen Ausnahmefahrerin.Â
Mit den PlĂ€tzen vier im Riesenslalom am Samstag und zwei im abschlieĂenden Slalom hĂ€lt Aicher den Druck jedoch hoch. Die 22-JĂ€hrige fuhr die jeweils besten Weltcup-Resultate ihrer Karriere in beiden Disziplinen ein. Die Entscheidung um den Gesamtweltcup fĂ€llt somit erst im norwegischen Lillehammer.
Shiffrin sei jedoch «weit voraus», sagte Aicher im ORF. «Es ist sehr, sehr schwer. Ich werde mich einfach auf mich konzentrieren, dann sieht man, was herauskommt. Ich glaube, ich kann mit meinem Skifahren in allen vier Disziplinen ĂŒber die Saison hinweg zufrieden sein.»
Vier Rennen stehen noch aus
Technik-Spezialistin Shiffrin hatte in Are am Sonntag 0,94 Sekunden Vorsprung und zeigte eine weitere Machtdemonstration. Angesichts der noch vier ausstehenden Rennen dĂŒrfte die 31-JĂ€hrige aufgrund des nicht allzu komfortablen Polsters zumindest ĂŒber Starts in den Speeddisziplinen nachdenken. «Es ist bis zu den letzten Rennen ein wirklich spannender Kampf», sagte die dreimalige Olympia-Goldmedaillengewinnerin.
Maximal sind noch 400 Punkte zu holen: Abfahrt (Samstag) und Super-G (Sonntag) am kommenden Wochenende sowie Slalom und Riesenslalom am 24. und 25. MĂ€rz. Sollte Shiffrin Abfahrt und Super-G jedoch auslassen, hĂ€tte Allrounderin Aicher zwei zusĂ€tzliche Chancen, den RĂŒckstand noch aufzuholen. Die Deutsche hat in diesem Winter mehrfach gezeigt, dass sie in allen Disziplinen konkurrenzfĂ€hig ist.
«Es gibt noch einiges zu tun», sagte Shiffrin. «Wie man sehen kann, fÀhrt Emma in jeder Disziplin einfach unglaublich gut. Sie hat sich diesen Kampf verdient, denn es ist einfach unglaublich zu sehen, dass sie in allen Disziplinen gut dabei ist - da ist sie eigentlich die Einzige. Aber ich werde kÀmpfen.»
Erst drei deutsche Gesamtweltcup-Siegerinnen
Die 22-JĂ€hrige könnte nach Maria Höfl-Riesch, Katja Seizinger (1995/96 und 1997/98) und Rosi Mittermaier (1975/76) die vierte deutsche Gesamtweltcupsiegerin werden. Zuletzt gewann Höfl-Riesch 2010/11 die groĂe Kristallkugel. Die heute 41-JĂ€hrige hatte wie Aicher keine echte Paradedisziplin.
Angesichts ihrer Bilanz von neun PodestplĂ€tzen und darunter drei Siegen geht Aicher zumindest Ă€uĂerlich gelassen in das Saisonfinale. «Dass ich hier stehen kann, und sagen kann, dass ich im Kampf dabei bin, das ist schon riesig fĂŒr mich», sagte sie. «Vor einem Jahr war ich ja noch nirgends im Vergleich. Ich bin schon sehr stolz, dass das so ist.»
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