Künstliche Intelligenz, Österreich

3sat: NANO über Gedankensteuerung, KI und die Zukunft des Menschen3sat: NANO über Gedankensteuerung, KI und die Zukunft des Menschen

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 13:56 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Mainz - Schon heute können gelähmte Menschen mithilfe von Gehirn-Computer-Schnittstellen Roboterarme mit ihren Gedanken steuern oder kommunizieren. Forscher in den USA und Deutschland versuchen, die komplexen Codes unseres Gehirns zu entschlüsseln. Wie weit ist die Technik, und wem kann sie helfen? Das zeigt die NANO Doku "Brain Code – Können wir bald Gedanken lesen?" am Donnerstag, 5. November 2026, um 20.15 Uhr. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde im NANO Talk "Ist die Menschheit noch zu retten? – Wie uns Krisen und KI entzaubern" über die Folgen von künstlicher Intelligenz für Mensch und Gesellschaft. Die "NANO Doku" ist ab Sonntag, 1. November 2026, 6.00 Uhr, in der 3satMediathek verfügbar.
3sat: "NANO" über Gedankensteuerung, KI und die Zukunft des Menschen3sat: "NANO" über Gedankensteuerung, KI und die Zukunft des Menschen - Bild: presseportal.de

NANO Doku "Brain Code – Können wir bald Gedanken lesen?"

ALS-Patient Casey Harell in Los Angeles kann mithilfe eines "Brain-Computer-Interface" (BCI), einer Gehirn-Computer-Schnittstelle, wieder mit seiner Familie kommunizieren. Der querschnittsgelähmte Amerikaner James Johnson steuert allein mit seinen Gedanken ein Auto. Michi Mehringer aus Oberbayern ist seit einem Motorradunfall vollständig gelähmt. Am Klinikum rechts der Isar in München trainiert er unter Anleitung des Neurologen Simon Jacob, einen Roboterarm allein mit Gedanken zu steuern. Sein Ziel: wieder selbstständig trinken zu können. An der Charité in Berlin erforscht der Mediziner und Neurotechnologe Surjo Soekadar nichtinvasive Verfahren: Ein Helm mit Quantensensoren soll schwache Magnetfelder des Gehirns auffangen und auslesen. Auch große Tech-Konzerne investieren in diese Technologie. Elon Musks Unternehmen Neuralink etwa entwickelt Gehirn-Computer-Schnittstellen. Mit den technischen Möglichkeiten wachsen die ethischen Bedenken. KI-Ethiker Marcello Ienca von der TU München warnt: Gehirndaten könnten zu einer wertvollen Ressource werden. Die Verbindung neuronaler Implantate mit KI könne eine neue Dimension der Überwachung ermöglichen. Darauf müsse sich die Gesellschaft vorbereiten.

NANO Talk "Ist die Menschheit noch zu retten? – Wie uns Krisen und KI entzaubern"

Noch steht der Mensch im Mittelpunkt von Denken und Handeln. Doch Klimakrise, Artensterben, künstliche Intelligenz und weltweite Kriege stellen seine Rolle als Maß aller Dinge zunehmend infrage. Insbesondere die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz zeigt: Die Ära des Menschen als intelligentestes Wesen geht zu Ende. Die Suche nach einem Gegenentwurf zum anthropozentrischen Weltbild ist nicht neu. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg geriet das humanistische Bild vom souveränen, vernunftbegabten Menschen als Maß aller Dinge ins Wanken. KI und andere technologische Umbrüche verleihen der Debatte neue Aktualität. Transhumanisten wollen mithilfe von Technik biologische Grenzen des Menschen überwinden, allen voran die Sterblichkeit. Neuroimplantate, genetische Optimierung und Visionen digitaler Unsterblichkeit werfen grundlegende Fragen auf: Wo verlaufen künftig die Grenzen zwischen Mensch, Tier und Maschine? Wie lässt sich die wachsende Bedrohung durch KI noch auffangen? Darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde im "NANO Talk" mit ihren Gästen.

Zu Gast sind unter anderen Toni Loh (Professur für Angewandte Ethik, insbesondere Ethik und Transformation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) und Philipp Blom (Historiker, Philosoph und Publizist).

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Weitere Informationen

- Im 3sat-Pressetreff steht für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten die "NANO Doku" zur Preview bereit (nach Log-in).

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