Buch von Dianas Bruder: Neue Vorwürfe gegen König Charles III. sorgen für Aufregung
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin Buch von Dianas Bruder Charles Spencer sorgt mit schweren Vorwürfen gegen König Charles III. für neue Spannungen im britischen Königshaus.
Vorwürfe aus einem Buchauszug
Spencer schildert in seiner Biografie „Swan Song. Diana, meine Schwester“ ein angebliches Telefonat mit dem damaligen Thronfolger. Demnach soll Charles über Prinzessin Diana gesagt haben, sie werde „schon früh genug“ vergessen werden.
Die ersten Auszüge aus dem Buch, das in Kürze erscheinen soll, lösen damit eine öffentliche Debatte über die Erinnerung an Diana und den Umgang des Palasts mit ihrer Beerdigung aus.
Palast weist Darstellung zurück
Der Buckingham-Palast reagiert ungewöhnlich deutlich auf die Vorwürfe und stellt der Darstellung von Spencer eine andere Sicht entgegen. Im Zentrum steht damit nicht nur die historische Frage, sondern auch die Deutungshoheit über die damaligen Ereignisse.
Besonders heikel ist der Streit, weil sich darin die langjährige öffentliche Wahrnehmung von Charles, Diana, William und Harry bündelt. Die Bilder vom Trauerzug nach Dianas Tod gehören bis heute zu den prägendsten Momenten der britischen Royals.
Erneute Debatte über die Beerdigung
Spencer greift in seinem Buch auch die Frage auf, ob William und Harry beim Trauerzug hinter dem Sarg ihrer Mutter mitlaufen sollten. Nach seiner Darstellung soll es darüber schon damals Konflikte gegeben haben.
Die Veröffentlichung trifft die Königsfamilie in einer Phase, in der alte Spannungen um Diana, Harry und das Verhältnis zum Palast erneut Aufmerksamkeit erhalten. Damit erhält ein lange zurückliegendes Ereignis wieder unmittelbare politische und gesellschaftliche Relevanz.
Einordnung der Vorwürfe
Der Konflikt berührt einen der empfindlichsten Punkte der britischen Monarchie: den Umgang mit dem Tod von Prinzessin Diana und der öffentlichen Deutung der Jahre vor und nach ihrem Unfalltod 1997. Dass nun ein Bruder Dianas mit Erinnerungen an die damaligen Abläufe an die Öffentlichkeit geht, verschiebt den Streit erneut aus dem familiären in den politischen und medialen Raum.
Für König Charles III. ist das besonders heikel, weil jede neue Behauptung über sein Verhältnis zu Diana sofort mit älteren Bildern, Deutungen und Loyalitäten aufgeladen wird. Die Monarchie lebt davon, öffentliche Spannungen möglichst kontrolliert zu halten; ein Buchauszug, der ein angebliches Telefonat aus der Zeit der Beerdigung schildert, wirkt deshalb weit über den eigentlichen Inhalt hinaus.
Hinzu kommt die Symbolik der Szene mit William und Harry hinter dem Sarg. Diese Bilder sind bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses in Großbritannien und prägen, wie die Öffentlichkeit über Familie, Pflicht und Verletzlichkeit des Königshauses urteilt. Der neue Streit zeigt damit weniger ein abgeschlossenes historisches Detail als die anhaltende Macht der Diana-Erzählung: Jede neue Veröffentlichung kann alte Konfliktlinien erneut öffnen und die Debatte über das Verhältnis zwischen Palast, Boulevard und Öffentlichkeit verstärken.
