Die Friesenjunkies, Emil und Oskar Belton

Die Friesenjunkies: Beltons starten neue Serie mit acht Folgen

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 05:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die achtteilige Dramedy spielt in einer fiktiven Entzugsklinik auf Sylt und versammelt ein prominentes Ensemble. Nach dem Start in der ARD-Mediathek folgt die TV-Ausstrahlung an zwei Abenden im Ersten.

Die Klinikserie auf Sylt

  • Emil und Oskar Belton erzählen in acht Folgen vom Alltag einer fiktiven Entzugsklinik.
  • Die ARD-Mediathek stellt die Serie ab Freitag bereit.
  • Das Erste zeigt die Folgen am 13. und 14. November.
  • Die Zwillinge hätten sich auch vorstellen können, Psychologen zu werden. - Bild: Georg Wendt/dpa
  • Oskar Belton (l) und Emil Belton haben sich für ihre neue Serie mit Experten und Betroffenen ausgetauscht. - Bild: Georg Wendt/dpa
  • Ein Dreh mit Erinnerungen unter der Haut. - Bild: Georg Wendt/dpa
  • Für «Die Friesenjunkies» waren die Zwillinge als Drehbuchautoren, Regisseure, Schauspieler und Cutter tätig. - Bild: Georg Wendt/dpa
  • Die Regisseure Oskar (l) und Emil Belton (r) haben mit «Die Friesenjunkies» eine Dramedy-Serie über eine Entzugsklinik auf Sylt gedreht. - Bild: Georg Wendt/dpa
Die Zwillinge hätten sich auch vorstellen können, Psychologen zu werden.  - Bild: Georg Wendt/dpa Oskar Belton (l) und Emil Belton haben sich für ihre neue Serie mit Experten und Betroffenen ausgetauscht.  - Bild: Georg Wendt/dpa Ein Dreh mit Erinnerungen unter der Haut.  - Bild: Georg Wendt/dpa Für «Die Friesenjunkies» waren die Zwillinge als Drehbuchautoren, Regisseure, Schauspieler und Cutter tätig.  - Bild: Georg Wendt/dpa Die Regisseure Oskar (l) und Emil Belton (r) haben mit «Die Friesenjunkies» eine Dramedy-Serie über eine Entzugsklinik auf Sylt gedreht.  - Bild: Georg Wendt/dpa

«Die Friesenjunkies» spielen in einer Entzugsklinik auf Sylt

Emil und Oskar Belton, die Macher der Serie «Die Discounter», erzählen in «Die Friesenjunkies» von neun Menschen in einer fiktiven Entzugsklinik auf Sylt. Die achtteilige tragikomische Serie ist von Freitag an in der ARD-Mediathek abrufbar und läuft am 13. und 14. November im Ersten.

Suchttherapie als Schauplatz

In der Klinik «Isebek» treffen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Abhängigkeiten, sozialen Hintergründen und Lebensgeschichten aufeinander. Gesprächstherapie, Urinkontrollen und Alltagssituationen wie Billardabende bilden den Rahmen für eine Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft, Ängste und Hoffnung.

Zu den Figuren gehört Falko, der sein Cannabisproblem in den Griff bekommen will. Martin Brambach spielt den alkoholabhängigen Lebemann Buggi, Sylvie Meis verkörpert Madison, die gegen Medikamentenabhängigkeit kämpft, und Nicole Heesters ist als alternde Mode-Ikone Gabi zu sehen.

Prominentes Ensemble und Klinikpersonal

Zum weiteren Ensemble gehören Peter Kurth, Pheline Roggan, Marie Lina Smyrek, Stephan Luca, Lera Abova, Arman Kashani und Marie-Lou Sellem. Auch das Personal der Klinik hat mit eigenen Schwächen und Konflikten zu kämpfen.

Die Belton-Zwillinge schreiben, inszenieren, spielen und schneiden die Serie. Nach ihrem Durchbruch mit «Die Discounter» setzen sie diesmal auf eine melancholischere Dramedy, behalten aber tagebuchähnliche Interviews und improvisierte Momente als Stilmittel bei.

Recherche zu Abhängigkeit

Für das Drehbuch tauschten sich die Brüder nach eigenen Angaben mit Psychologinnen, Psychiatern und Betroffenen aus. Sie wollten Sucht als Symptom psychischer Erkrankungen ernst nehmen und die Figuren nicht auf ihre Abhängigkeit reduzieren.

Auch der Humor entsteht aus der Zusammenarbeit des Ensembles. In einer Szene ließen sich die Beltons nach einer improvisierten Aktion «Friesenjunkies»-Tattoos stechen; Otto Waalkes tritt zudem in einem Cameo-Auftritt mit seinem gleichnamigen «Friesenjung»-Hit auf.

Mit «Die Friesenjunkies» verlagern Emil und Oskar Belton ihren Blick vom Supermarkt-Milieu der Erfolgsserie «Die Discounter» in eine fiktive Entzugsklinik auf Sylt. Das ermöglicht eine ensemblegetragene Erzählung, in der unterschiedliche soziale Hintergründe und Abhängigkeiten aufeinandertreffen. Die Serie verbindet damit ein ernstes Thema mit dem komischen Zugriff, für den die Brüder bekannt sind.

Der Schauplatz bündelt mehrere Konflikte: Die Patientinnen und Patienten müssen sich mit ihren Süchten auseinandersetzen, während das Klinikpersonal eigene Schwächen zeigt und die Leitung um die wirtschaftliche Zukunft der Einrichtung ringt. Dadurch bleibt Abhängigkeit nicht auf einzelne Figuren beschränkt, sondern erscheint als Thema, das Familien, soziale Milieus und Institutionen berührt.

Vom Comedy-Erfolg zur Dramedy

Die Beltons sind erneut in zentrale Produktionsschritte eingebunden: Sie schrieben das Drehbuch, führten Regie, spielten Rollen und schnitten die Serie. Zugleich kündigen sie einen melancholischeren Ton an. Das dürfte für das Publikum von «Die Discounter» eine erkennbare Verbindung schaffen, ohne die neue Serie auf eine Wiederholung des bisherigen Erfolgs zu reduzieren.

Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist vor allem der Veröffentlichungsweg relevant: Die acht Folgen stehen zunächst in der ARD-Mediathek bereit, anschließend folgt die Ausstrahlung im Ersten an zwei Abenden. Die Besetzung mit bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern sowie der Auftritt von Otto Waalkes erhöhen die öffentliche Aufmerksamkeit für eine Serie, die Unterhaltung mit der Auseinandersetzung über Sucht und psychische Belastungen verbindet.

ZDFheute: „Nobody Wants This“ nicht nur Motto für November: Neue Streaming-Highlights bei ZDF und Co. (31.10.2026)

Der Beitrag ordne «Die Friesenjunkies» als eine der Streaming-Neuheiten im November ein und nenne den 6. November als Starttermin. Damit bestätige er den zeitnahen Beginn der Auswertung, setze den Schwerpunkt jedoch auf den allgemeinen Serienüberblick statt auf die Figuren, das Klinikmilieu oder die Entstehung der Produktion.

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